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	<title>Onezblog &#187; studium</title>
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	<description>Schreiben um des Schreibens Willen</description>
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		<title>&#220;ber Sinn und Unsinn des Hochschulmarketings</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 17:53:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raphael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[studium]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Zeit schreibt in einem ungewohnt unqualifizierten und nichtssagenden Artikel &#252;ber die &#214;ffnung der Hochschulen: Elfenbeinh&#252;fburg. Die Kernaussage steht schon in der ersten Zeile. Gut, wenn Unis sich &#246;ffnen. Aber man kann’s auch &#252;bertreiben So schlecht und kurz der Artikel auch ist, so l&#228;sst er mich dennoch dar&#252;ber nachdenken, denn Hochschulmarketing ist ein komisches Ding. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.raphael-raue.de/wp-content/uploads/2010/07/hochschulmarketing.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-387" title="hochschulmarketing" src="http://www.raphael-raue.de/wp-content/uploads/2010/07/hochschulmarketing-468x351.jpg" alt="" width="468" height="351" /></a>Die Zeit schreibt in einem ungewohnt unqualifizierten und nichtssagenden Artikel &#252;ber die &#214;ffnung der Hochschulen: <a href="http://www.zeit.de/2010/28/C-Seitenhieb">Elfenbeinh&#252;fbur</a>g. Die Kernaussage steht schon in der ersten Zeile.<br />
<blockquote>Gut, wenn Unis sich &#246;ffnen. Aber man kann’s auch &#252;bertreiben</p></blockquote>
<p>So schlecht und kurz der Artikel auch ist, so l&#228;sst er mich dennoch dar&#252;ber nachdenken, denn Hochschulmarketing ist ein komisches Ding. Denn irgendwie ist diese Firmenwerbementalit&#228;t an den Universit&#228;ten angekommen, ohne dass irgendjemand zu wissen scheint, warum man denn jetzt &#252;berall positiv wahrgenommen werden m&#246;chte. Es werden Flyer gedruckt, Programme zur Verbesserung der Webseiten ins Leben gerufen, Plakate gedruckt und an Gott und die Welt verschickt, es werden Forschungstage initiiert und zuk&#252;nftige Studierende am besten schon im Kindergarten mit lustigen Experimenten auf ihre Hochschule eingeschworen. Und ich will gar nicht sagen, dass das alles Quatsch ist, aber es fehlt ein wesentlicher Teil der Conversation, um Mal im Werbesprech zu bleiben. Es fehlt die &#220;berlegung, was man mit all den enthusiastischen Studenten machen soll, wenn man sie denn dann erfolgreich an  die Uni geworben hat.Denn es ist wahrlich keine Seltenheit, dass Erstsemester in vielen Studieng&#228;ngen schlicht keine Seminarpl&#228;tze bekommen, weil Lehrende verst&#228;ndlicherweise nicht ein Seminar mit 150 Leuten im Hochsommer abhalten wollen in einem Raum, der Mal in fr&#252;her Vorzeit f&#252;r drei&#223;ig Teilnehmer angelegt war. So sieht sich mancher Fachbereich gezwungen die Teilnehmerlisten f&#252;r das n&#228;chste Semester schon vor Beendigung des jetzigen Semesters auszuh&#228;ngen und wer da nicht drauf steht, kommt nicht rein. Eine Ank&#252;ndigung an den schwarzen Brettern fehlt ebenso wie im Web- und Studentenwerbeauftritt des Fachbereichs. Nur wer exzellente Kontakte zu Kontakten hat, erf&#228;hrt &#252;berhaupt von den Listen und darf studieren.<br />
<blockquote>Die Studenten klagen derweil &#252;ber ein formalisierteres Studium, das ihnen zwischen Pflichtmodulen und Tests kaum noch Freiheiten l&#228;sst, der eigenen Neugier zu folgen.</p></blockquote>
<p>Nun gut, k&#246;nnte man sagen, eine sch&#246;ne Schnitzeljagd, die Softskills vermittelt und die so wichtigen Kontakte gleich zu Beginn des Studiums f&#246;rdert. Nur leider spielend a weder Baf&#246;g-Amt noch Stipendien mit, die mit Regelstudienzeit die Studierenden zwingen ihre Softskills und sonstigen interessegeleiteten Ausw&#252;chse bitte in die Freizeit zu verschieben. Die Hochschule wird nicht gezwungen. Und da genau stimmt es nicht.Die Realit&#228;t und das Bild stimmen nicht &#252;berein. Es wirb bisweilen f&#252;r Masterstudieng&#228;nge geworben, ohne das &#252;berhaupt eine auch nur dem niedrigsten Menschenverstand gen&#252;gende Studienordnung existiert. Werben um des Werbens Willen ist nicht nur rausgeschmissenes Geld, was besser in mehr Lehrauftr&#228;ge und Mitarbeiterstellen investiert w&#228;re, es zeigt vor allem die stumpf naive Weise, wie sich langsam das Verst&#228;ndnis der Universit&#228;t wandelt. Hin zu einem Dienstleister, der aber in allen Qualit&#228;tsfragen so ungen&#252;gend ausgestattet ist, dass das Wort Leistung im Dienstleister sich eher wie Hohn und Spott anh&#246;rt.<br />
<blockquote>W&#228;re da nicht die Diskrepanz zwischen dem zunehmenden Eventbrimborium und dem Alltag in Forschung und Lehre. Denn w&#228;hrend drau&#223;en die Schokokusswurfmaschinen auf Abiturienten zielen, um sie ins Disneyland der Wissenschaft zu locken, gr&#252;beln drinnen Professoren &#252;ber Drittmittelantr&#228;gen und Gutachten und tr&#228;umen h&#246;chstens noch im Sekundenschlaf von der fr&#246;hlichen Wissenschaft.</p></blockquote>
<p>Ich finde es gut, wenn Lehrende in Schulen gehen und interessierten Sch&#252;lern verst&#228;ndlich ihre Forschung und die Universit&#228;t insgesamt n&#228;her bringen. Ich finde es gut, wenn sich die Universit&#228;t auch f&#252;r wissenschaftsfernes Publikum &#246;ffnet, ich finde es gut, wenn man auf den Internetseiten der Universit&#228;ten gut und nutzerfreundlich informiert wird. Ich halte es aber f&#252;r vollst&#228;ndig verfehlt so zu tun, als seien alle an der Hochschule willkommen, um den dann euphorisierten Sch&#252;lern und sonstigen Interessierten dann in den ersten Semestern unmissverst&#228;ndlich klar zu machen, dass Werbung und Wirklichkeit kontrastreicher nicht sein k&#246;nnten.Die Hochschule braucht zun&#228;chst entschieden bessere Strukturen und entschieden mehr Lehr- und Verwaltungspersonal, soll sie mehr Studierenden auch die Chance zum Abschluss geben k&#246;nnen.</p>
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		<title>Die Philosophie ist zynisch</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 17:32:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raphael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Hegel]]></category>
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		<description><![CDATA[Philosophen sind das zynische Gewissen jeder Gesellschaft. Das ist nicht ihr Selbstverst&#228;ndnis, sondern wird ihnen angetragen. Dass diese Festschreibung aber nicht ganz fern liegt, liegt am Selbstverst&#228;ndnis der Philosophie, die sich selbst immer als kritische Wissenschaft versteht. Es ist viel unternommen worden, um diese Selbsteinsch&#228;tzung argumentativ einzuholen. Mehr oder weniger erfolgreich. Meiner Meinung nach ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.onezblog.de/wp-content/uploads/2010/02/nietzsche.jpg" alt="nietzsche" title="nietzsche" width="468" height="624" class="aligncenter size-full wp-image-1118" /><br />
Philosophen sind das zynische Gewissen jeder Gesellschaft. Das ist nicht ihr Selbstverst&#228;ndnis, sondern wird ihnen angetragen. Dass diese Festschreibung aber nicht ganz fern liegt, liegt am Selbstverst&#228;ndnis der Philosophie, die sich selbst immer als kritische Wissenschaft versteht. Es ist viel unternommen worden, um diese Selbsteinsch&#228;tzung argumentativ einzuholen. Mehr oder weniger erfolgreich. Meiner Meinung nach ist dieses Selbstverst&#228;ndnis aber das Resultat des notwendig zynischen Umgangs eines Philosophen mit der Philosophie. Dieser notwendig zynische Umgang kann eventuell wieder der Philosophie bzw. ihrem Forschungsbereich innegelegt werden.  Aber um diesen Schritt will ich mich hier nicht k&#252;mmern.</p>
<p>Philosoph zu sein ist eine komische Angelegenheit, die mit nichts anderem vergleichbar ist, das ich in meinem noch recht jungem Leben kennengelernt habe. Die Zuschreibung “Ich bin ein Philosoph” ist nie alleine zu machen. Immer muss man dieser Beschreibung einen kritischen Zusatz mit beigeben, ansonsten wird es nicht akzeptiert. Weder durch andere “Philosophen” noch von sich selbst. &#8220;Ich bin Philosoph&#8221; ist ein Paradox, auf das Heidegger bspw. reagiert hat, indem er sich in sp&#228;teren Jahren nur noch ablehnend dazu verhalten hat und sich “Denker” genannt hat. Man kann jetzt in seinem Werk Gr&#252;nde daf&#252;r suchen, denn diese sind sicher zahlreich vorhanden, aber ich m&#246;chte gerne einen pers&#246;nlicheren Weg gehen.</p>
<p>Nur Philosophie zu betreiben ist nach einigen kritischen Wenden des 20. Jahrhunderts eigentlich nicht mehr m&#246;glich. Man m&#252;sste sich als Handwerker der Philosophie verstehen, w&#252;rde sich immer selbst mit dem Vorwurf der Tautologie konfrontiert sehen. Philosoph zu sein ist ein gewisser methodischer Zugang, &#252;ber die Philosophie selbst aber kann man damit dennoch kaum etwas aussagen. Ich betreibe Philosophie bedeutet, dass man sich philosophisch mit etwas anderem besch&#228;ftigt. Damit meine ich nicht die willk&#252;rlich gewachsene Einteilung in verschiedene Wissenschaften, sondern dem Wegfall der Besch&#228;ftigung mit klar umrissenen Entit&#228;ten, wie es vielleicht bisKant noch &#252;blich war. Da will ich mich geschichtlich nicht unbedingt festlegen. Aber heutePhilosophie zu betreiben hei&#223;t vor allem auf Fragen des Lebens zu antworten. Das mag in der anglo-amerikanischen Welt noch anders aussehen, aber dass w&#252;rde ich hier gerne ausblenden. Die Frage des Sinns des Lebens wird von mir &#252;brigens nicht darunter gez&#228;hlt. Das ist keine Frage, der man sich meiner Meinung nach noch philosophisch n&#228;hern kann. Wer Sinn sucht, wird in der Philosophie scheitern, da Sinn immer Entscheidung und nicht Unterscheidung bedeutet. Will ich Sinn muss ich mich irgendwann entscheiden, worin dieser liegen soll. Unterscheidungen werden mit l&#228;ngerer Untersuchung immer komplexer und somit eher sinnlos in Bezug auf einen pers&#246;nlichen Sinn. Sie zeigen, dass jede Erkenntnis eher von mir pers&#246;nlich wegf&#252;hrt, als dort hinf&#252;hrt, so der Erkenntnisstrang nicht abgew&#252;rgt wird: die Entscheidung.</p>
<p>Wenn ich sage, dass die Philosophie sich nur sinnvoll selbst auf sich selbst beziehen kann, wenn sie die Fragen des Lebens ins Blickfeld nimmt, dann meine ich, dass Fragen der Antropologie, Fragen der Ethik, Fragen der Kultur und Gesellschaft fragen nach Entit&#228;ten abgel&#246;st haben. Eine Philosophie ohne einen Begriff von und Bezug auf Lebenswelt ist sp&#228;testens seit dem sp&#228;ten Wittgenstein, ich meine schon seit Hegel, nicht nur sinnlos und leer, sondern vor allem nicht mehr ihrem Selbstverst&#228;ndnis entsprechend; eben nicht mehr kritisch. Hier bei&#223;t sich die Katze in den Schwanz. Das Paradigma des kritischen ist der Philosophie so innewohnend, dass Philosophie studieren immer auch bedeutet einen gewissen Zynismus zu lernen.</p>
<p>Alles ist Quatsch, &#252;berall lauern Kategorienfehler und Verk&#252;rzungen von Komplexit&#228;t. Jedes Sprachspiel enth&#228;lt Fehler und kaum einem Diskurs wird Rechnung getragen. Kurz, man wird als ernster Philosoph von genau dem Bereich, der zur Untersuchung festgeschrieben ist, weggetrieben. Zynismus ist die Unf&#228;higkeit sich positiv auf das was ist zu beziehen. Und genau hier setzt das philosophische Denken ein und weist dem Satz jede Menge Fehler nach. Philosoph zu sein ist im Grunde die Unf&#228;higkeit sich entscheiden zu k&#246;nnen, denn gute gr&#252;nde erfordern Urteilskraft und diese ist in ihrem kreativen Moment unendlich.</p>
<p>Als Student der Philosophie ist man also irgendwann vor die Aufgabe der einzigen Entscheidung gestellt, die die Philosophie bereitzuhalten scheint: Analytiker und somit Handwerker der Philosophie oder Hermeneutik und somit einerseits Kreativer und andererseits Quatschkopf.</p>
<p>Die Verbindung dieser beiden Positionen ist zwar immer schon Habitus deutscher Philosop0hie gewesen, aber dazu wird nicht angeleitet. Es scheint doch immer so zu sein, als gebe es nr eine der beiden Argumentationsklassen und ein &#220;bertrag wird immer angekreidet. Das Witzige daran ist, dass dies nahezu jeden Studenten ungemein auf die N&#252;sse geht, aber sobald der Student dann in Promotion oder Mitarbeiterstatus gehoben ist, scheint die Abkehr auf mysteri&#246;se Art und Weise vollzogen zu sein. Damit soll nicht plump ausgedr&#252;ckt zu sein, dass Mitarbeiter ihre Wurzeln vergessen. Es soll noch nicht einmal eine Kritik daran formuliert werden, sondern mich w&#252;rde schlicht interessieren, warum das so ist.</p>
<p>Wenn ich mir vorstelle, diese Entscheidung treffen zu m&#252;ssen, dann mache ich doch lieber etwas anderes. Denn wenn schon Begrenzung um des Zieles willen, dann doch bitte funktional konsequent und mit richtigem Gehalt. Denn wenn der Professorenstatus nicht erreicht wird, war die Entscheidung so schade wie verheerend.</p>
<p>Zu leben ist immer eine Einschr&#228;nkung von M&#246;glichkeiten, aber der Preis sollte einem Bewusst sein. Leider ist dieses Bewusstsein das eines Zynikers.</p>
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		<title>Was ist Philosophie?</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 13:44:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raphael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Reinhard Brandt]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich verwehre mich meist gegen die Frage, was denn eigentlich Philosophie sei? Zu oft wird einem der Anspruch mit dieser Frage entgegengetragen, als Philosoph m&#252;sse man diese Frage klar und deutlich beantworten k&#246;nnen und zu oft lassen sich Philosophen dazu verleiten, dies auch zu tun. Bisweilen in Einklang mit dem philosophischen Geb&#228;ude, in dem sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-962" title="les-philosophes" src="http://www.onezblog.de/wp-content/uploads/2009/12/les-philosophes.jpg" alt="les-philosophes" width="468" height="221" />Ich verwehre mich meist gegen die Frage, was denn eigentlich Philosophie sei? Zu oft wird einem der Anspruch mit dieser Frage entgegengetragen, als Philosoph m&#252;sse man diese Frage klar und deutlich beantworten k&#246;nnen und zu oft lassen sich Philosophen dazu verleiten, dies auch zu tun. Bisweilen in Einklang mit dem philosophischen Geb&#228;ude, in dem sie sich gedanklich bewegen. Zu oft aber ist die Beantwortung der Frage nur habituell gest&#252;tzt. Als die erste Wissenschaft, die Eule der Minerva, die die Fehler der Unterwissenschaften ausb&#252;gelt (Hegel) oder als Therapie der Wissenschaft (Wittgenstein). Fast alle Antworten haben eines gemeinsam: sie dr&#252;cken eine Vorrangigkeit aus, erheben den Philosophen in eine geistige H&#246;he, die nur durch Philosophie zu erreichen ist und kreieren so moderne Denkhelden. Aber damit einhergehend wird die Philosophie auch als ein feststehendes konstituiert. Beim Lesen heute morgen habe ich eine weitere Antwortm&#246;glichkeit gefunden, die mir entschieden besser gef&#228;llt. Ich zitiere:</p>
<blockquote><p>Durch alle Poren unserer Kultur dringt die Reflexion und das kritische Begreifen, ob Staat und &#214;konomie und Gesellschaft, ob Alltags- und Formalsprache, ob Malerei, Epos, Lyrik, Filmkunst und Architektur, Urbanistik: in allem nisten immer schon menschliche Selbstreflexion und philosophisch-kritische Erkenntnis. Wer &#252;berhaupt etwas von all dem begriefen will, ist zum Nach- und Mitphilosophieren gezwungen; so f&#252;hren am Ende alle Wege zur Philosophie.</p>
<p><em>Brandt, Reinhard: Philosophie &#8211; Eine Einf&#252;hrung. Stuttgart 2003.</em></p></blockquote>
<p>Nimmt man Mal den letzten Satz weg, der erst mit weiterer Lekt&#252;re ersichtlich wird und auf den ich im Folgenden noch zur&#252;ckkommen werde, dann reift die Erkenntnis, dass Philosophie nicht ein anderes ist, nichts gegen etwas anderes stehendes ist, sondern mit allem Menschlichen Tun verkn&#252;pft ist. Damit wird der Mythos zerst&#246;rt, der Philosophie als Liebe zur Weisheit, was die w&#246;rtliche &#220;bersetzung ist, die immer noch gerne zitiert und verwendet wird. Philosophie ist dann nicht mehr eine bestimmte Grundhaltung oder die au&#223;erordentliche Besch&#228;ftigung mit einem bestimmten Gebiet, dem Denken oder der Weisheit, sondern Grundlage menschlichen Tuns und menschliches Tun in einem.</p>
<p>Das bedeutet nicht, dass damit dnan alles gleich philosophisch ist oder dem besten Argument seine Geltung abhanden kommt, denn eine Einschr&#228;nkung ist ja auch in aller Weite der oben zitierten Sichtweise auf die Frage gegeben. Ein kritisches Begreifen, eine Reflexion, um zu verstehen, was getan wird, wurde und werden soll f&#252;hrt zur Philosophie. Dass diese dann professionalisiert wird und meinetwegen auch in oben genannte Beschreibungen der Therapie f&#252;r die Wissenschaften, der Eule der Minerva oder der bestimmten Weisheitsliebe f&#252;hrt, ist in der Beschreibung von Brandt angelegt. Deshalb f&#252;hren alle Wege zur Philosophie. Philosophie dann als eine T&#228;tigkeit. Aber eien, die nicht vergessen soll, das sie Ziel eines Weges ist, der ihr &#252;berhaupt den Weg weisen kann.</p>
<p>Der Unterschied ist aber die Hinf&#252;hrung und die Unterscheidung der Philosophie in den Weg zu ihr, der selbst schon ihre Grundlage und somit auch ihr Selbstverst&#228;ndnis ausdr&#252;ckt und der professionellen und intensiven Besch&#228;ftigung mit ihr. Was aber istd amit gewonnen, au&#223;er einer weiteren Spitzfindigkeit, die dem Alltag so gleichg&#252;ltig gegen&#252;bersteht, wie es der Philosophie immer wieder kritisch angetragen wird?</p>
<p>Nun, die Perspektive ist nicht mehr so eingeschr&#228;nkt. Die moderne professionelle Philosophie krank bisweilen daran, ihren Beginn darin zu nehmen zun&#228;chst radikal die Perspektive einzuschr&#228;nken, um die Konfliktsituation auf bestimmte Argumentsklassen zu verlegen, sodass einem nicht gleich das ganze Geb&#228;ude um die Ohren fliegt. Das hat Tradition und Descartes darf wohl als Leuchtturm dieser Weise zu Philosophieren genannt werden. Seinen methodischen Skeptizismus ist die Philosophie nicht mehr losgeworden.</p>
<p>Versteht mich nicht falsch, ich will keinesfalls diesen Weg diskreditieren, aber den Anspruch an den Anfang zu setzen, nur mit einem Problem Beginnen zu d&#252;rfen mit der Philosophie, will ich ebenso zur&#252;ckweisen. Wie viele Philosophen sind erst sp&#228;t zu einer &#220;berzeugung gelangt, was denn Philosophie eigentlich sei? Wie viele Philosophen sind zun&#228;chst ganz anderen Fragen nachgegangen, als den spezifisch Philosophischen?</p>
<p>Studiert man Philosophie muss alles auf die Fragen der Theoretischen und Praktischen Philosophie bezogen sein. Man muss schon vorher wissen, wohin man will. Mir ist es dabei egal ob meine mit Unwissenheit gespickte Analyse richtig ist, dass den meisten Philosophen wohl erst sehr sp&#228;t bis gar nicht auff&#228;llt, wohin ihr Werk laufen wird. H&#228;tte sich Heidegger tr&#228;umen lassen zur Ikone der franz&#246;sischen Postmoderne aufzusteigen? H&#228;tte Hegel wohl damit gerechnet zwischen Links- und Rechtshegelianern zerrieben zu werden, immer in Bezug auf Fragen, die vielleicht so gar nicht seine gewesen sind?</p>
<p>Was ich sagen will ist einfach. Philosophie darf ziellos sein und das bedeutet nicht faul oder unkonzentriert. Nat&#252;rlich ist man Rechenschaft schuldig und einen Abschluss gibts auch nicht f&#252;r die Aussage, dass man eben ein anderes Philosophieverst&#228;ndnis hat. Eingliederung in bestehende Probleme darf aber auch nicht so starr sein, dass die Philosophie unter dieser Eingliederung zerbricht. Positiver Anspruch kann nicht einhergehen mit Vergessenheit gegen&#252;ber der eigenen Selbstverst&#228;ndlichkeit.</p>
<p>Philosophie hat immer vom Neuen gelebt. Das vermisse ich in unseren Tagen ein wenig. Auf mehr wollte ich auch gar nicht hinaus.</p>
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		<title>Christian Wolff Vorlesung 2009</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 15:30:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raphael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[F&#252;r alle, die in Marburg oder erreichbarer Umgebung wohnen, habe ich einen interessanten Veranstaltungstipp am Donnerstag. Um 20 Uhr wird in der Aula der alten Universit&#228;t Marburg die Christian Wolff Vorlesung stattfinden und diese ist jedes Jahr ein Ereignis. Am Donnerstag wird Herta Nagl-Docekal aus Wien zu dem Titel &#8220;Religi&#246;se Vielfalt im modernen Rechtsstaat. Ungekl&#228;rte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-904" title="christian-wolff" src="http://www.onezblog.de/wp-content/uploads/2009/10/christian-wolff.jpg" alt="christian-wolff" width="196" height="253" />F&#252;r alle, die in Marburg oder erreichbarer Umgebung wohnen, habe ich einen interessanten Veranstaltungstipp am Donnerstag. Um 20 Uhr wird in der Aula der alten Universit&#228;t Marburg die Christian Wolff Vorlesung stattfinden und diese ist jedes Jahr ein Ereignis. Am Donnerstag wird Herta Nagl-Docekal aus Wien zu dem Titel &#8220;Religi&#246;se Vielfalt im modernen Rechtsstaat. Ungekl&#228;rte Fragen in einer philosophischen Diskussion der Gegenwart&#8221; ihren Vortrag halten und gemeinhin sind diese &#246;ffentlichen Vorlesungen in diesem Rahmen auch f&#252;r ein breites Publikum verst&#228;ndlich. Das macht es f&#252;r mich als Philosophiestudenten zwar etwas langweiliger, aber es geht bei solchen Ereignissen ja uch um anderes, als das sture Lernen. Also kommt vorbei, wenn ihr Zeit und Lust habt. Nach der Vorlesung gibt es auch noch einen Sektempfang, den ich sicher auch nicht verpassen werde. Weitere Informationen zur Vorlesung mit einigen Videos der fr&#252;heren Jahre findet ihr aufd er Siete des Instituts f&#252;r Philosophie, die ich betreue: <a href="http://www.uni-marburg.de/fb03/philosophie/institut/c_wolff_vl">Christian Wolff Vorlesung</a>. Wer sich noch vorher schnell informieren will, wer Christian Wolff eigentlich war und warum diesem zu Ehren noch jetzt fast vierhundert Jahre sp&#228;ter eine Vorlesung gehalten wird, der schaut am besten in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_von_Wolff">Wikipedia</a> nach. F&#252;r einen guten &#220;berblick reicht das.</p>
<p>Bild von Bonio unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de">Creative Commons Lizenz</a></p>
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		<title>Studium: Zwischen Lust und Frust</title>
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		<pubDate>Fri, 30 May 2008 10:06:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raphael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist schon wirklich komisch, wie ich die letzten zwei Jahre Studium erlebe. Ein st&#228;ndiges Wechselbad der Gef&#252;hle zwischen Lust und Frust. Auf der einen Seite ist das Studium eine wahnsinnig tolle Gelegenheit mein Wissen, meine Methodik, mein Denken, ja mich zu erweitern. Auf der anderen Seite ist es aber auch ungemein frustrierend auch oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon wirklich komisch, wie ich die letzten zwei Jahre Studium erlebe. Ein st&#228;ndiges Wechselbad der Gef&#252;hle zwischen Lust und Frust. Auf der einen Seite ist das Studium eine wahnsinnig tolle Gelegenheit mein Wissen, meine Methodik, mein Denken, ja mich zu erweitern. Auf der anderen Seite ist es aber auch ungemein frustrierend auch oder vielleicht sogar gerade in der Wissenschaft andauernd vor unverr&#252;ckbare Strukturen gestellt zu werden.</p>
<p>Meine Seminare und Vorlesungen wechseln zwischen Dogmatismus und festgelegtem Denken und mich euphorisch machenden Denkans&#228;tzen, die nicht zwangsl&#228;ufig dem Common Sense widersprechen m&#252;ssen, aber doch den Willen zeigen Universit&#228;tsbetrieb nicht als plumpe Ausbildung zu betrachten. Denn einer Ausbildung habe ich mit dem Eintritt in die Universit&#228;t eine Absage erteilt, dachte ich jedenfalls. Auch auch in dem vermuteten Freidenkerraum &#8220;Philosophie&#8221; herrscht mehr R&#252;ckw&#228;rtsgewandheit als ich ertragen m&#246;chte.</p>
<p>Damit sei nat&#252;rlich nicht gesagt, dass der Blick zur&#252;ck ein falscher sei, sondern die kulturpessimistische Ausrichtung von Wissenschaft gemeint. Fr&#252;her war alles besser und setze dich erstmal mit den Denkern der Vergangenheit auseinander, ist ein oft geh&#246;rter Wahlspruch, der nur in seiner Kombination so &#228;tzend wird. Nat&#252;rlich ist es von Vorteil f&#252;r strukturiertes Denken und methodisches Arbeiten, sich an Philosophien der Vergangenheit zu orientieren und an ihnen zu lernen. Aber doch nicht um dieser selbst willen. Philosophien sind deshalb immer aktuell, weil sie systematisch auf etwas hin und nicht einfach auf etwas gerichtet sind. Und da stellt sich die frage der Ausbildung eher als ein Lernprozess &#8220;um zu&#8221;. Zu viel Philosophie bleibt aber stehen, macht nicht den Versuch Schritte einzuleiten, immer die eigene Reputation im Blick.</p>
<p>So passiert es, und die Verschulung der Universit&#228;t durch den Bachelor f&#246;rdert dies besonders, dass man als Student sich nicht eigene Gedanken konzentrieren und an sich und diesen arbeiten kann, sondern st&#228;ndig in irgendwelchen langweiligen Seminaren pseudo-interessiertes Gew&#228;sch produzieren muss.</p>
<p>Darauf habe ich keine Lust mehr.</p>
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		<title>Logik und Sommer</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jul 2007 19:06:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raphael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe heute die formale Logik-Klausur verhauen. Egal, welche Note am Ende stehen wird, souver&#228;n habe ich das nicht absolviert und so werde ich mich nicht freuen k&#246;nnen, selbst wenn es noch zu einer 1- gereicht hat, was ich allerdings schwer bezweifle, aber ich liege immer falsch bei Klausurprognosen. Wie auch immer, noch eine Hausarbeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe heute die formale Logik-Klausur verhauen. Egal, welche Note am Ende stehen wird, souver&#228;n habe ich das nicht absolviert und so werde ich mich nicht freuen k&#246;nnen, selbst wenn es noch zu einer 1- gereicht hat, was ich allerdings schwer bezweifle, aber ich liege immer falsch bei Klausurprognosen. Wie auch immer, noch eine Hausarbeit und dann schreibe ich dieses Semester ab, was die reine Katastrophe f&#252;r mich war. Wie man hier gesehen hat, habe ich nahezu nichts geschrieben und das ist schon bezeichnend.Ich wei&#223; nicht ob es an den Veranstaltungen oder an mir oder einer Mischung von beidem lag, aber dieses Semester hat mich ungemein angekotzt.Ich werde heute Nacht f&#252;r einen Monat nach Tschechien fahren und die Seele mal wieder ein wenig baumeln lassen. Vielleicht kann ich dann genug Kraft f&#252;r das n&#228;chste Semester tanken und diesen Blog auch endlich mal nutzen. So kann das hier nicht weitergehen, das reinste Textgrab, so habe ich mir die Ausgliederung aus dem <a href="http://www.onezblog.de">onezblog</a> nicht vorgestellt. Ich werde mir Gedanken machen wie und ob es hier weitergeht, so jedenfalls nicht!Ich w&#252;nsche allen, die hier vielleicht doch interessehalber ab und an reinschauen einen sch&#246;nen Sommer, bin Ende August wieder im Lande.<strong>Nachtrag:</strong> Die Klausur ist ungemein schlecht ausgefallen. ich habe eine 3 und w&#252;rde mich gerne sonstwohin bei&#223;en, aber 2/3 hat es nicht mal zur Note 4 geschafft, die ein Durchfallen verhindert h&#228;tte. Im Oktober dann eben nochmal. Ich leider nicht.</p>
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		<title>Ein Bereich der Unzul&#228;nglichkeit</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jun 2007 12:08:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raphael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer ist denn &#252;berhaupt auf die d&#228;mliche Idee gekommen Bachelor/Master-Studieng&#228;nge einzuf&#252;hren? Studenten m&#246;gen sie nicht, Lehrende auch nicht und &#252;berhaupt bringen sie wenig bis gar keinen der propagierten Vorteile. Weder die Vergleichbarkeit ist gegeben, noch ist es m&#246;glich die Uni zu wechseln, egal ob ins Ausland oder innerhalb Deutschlands. Jede Uni hat f&#252;r ihren Bachlor/Master [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer ist denn &#252;berhaupt auf die d&#228;mliche Idee gekommen Bachelor/Master-Studieng&#228;nge einzuf&#252;hren? Studenten m&#246;gen sie nicht, Lehrende auch nicht und &#252;berhaupt bringen sie wenig bis gar keinen der propagierten Vorteile. Weder die Vergleichbarkeit ist gegeben, noch ist es m&#246;glich die Uni zu wechseln, egal ob ins Ausland oder innerhalb Deutschlands. Jede Uni hat f&#252;r ihren Bachlor/Master eine eigene Studienordnung und will man zu ihr Wechseln, muss man ganze Module nachholen, weil die Studienordnung der vorherigen Universit&#228;t nicht akzeptiert wird. Genau so war es auch in Magisterzeiten.</p>
<p>Hinzu kommt, dass man sich wie in der Schule f&#252;hlt mit diesen Modulen. Auswahl und freies studieren  wird in die Freizeit verschoben, in der Uni hat man zu machen was einem vorgesetzt wird. Die selbst&#228;ndige Auswahl seines Studienwegs ist in etwa so gro&#223; wie die Auswahl, die ich in meinem Abitur gehabt hatte. Kaum vorhanden.</p>
<p>Es wird allerdings erwartet, dass gute Studenten auch in ihrer Freizeit lesen, sich weiterbilden, kurz sie sollen studieren. Auch hier gilt der Spruch &#8220;Wir lernen nicht f&#252;r die Uni, wir lernen f&#252;rs Leben&#8221;. Eigentlich ja die Grundeinstellung der Universit&#228;t seit ihrem bestehen, selbst&#228;ndiges Lernen und Forschen zu unterst&#252;tzen. Doch wenn man in unz&#228;hlbar viele Pflichtveranstaltungen gezwungen wird, sinkt die Lust des selbstst&#228;ndigen Lernens. Denn es st&#246;rt dann schon immer in gekr&#252;mmter Haltung unter dem Tisch lesen zu m&#252;ssen, in Seminaren, die einzig einem Zweck zu folgen scheinen, der Besch&#228;ftigungtherapie.</p>
<p>Ich will nicht sagen, dass ich mich &#252;berarbeitet f&#252;hle, aber ich nehme den Mist auch einfach nicht Ernst. Ich bin es schon aus der Schule gewohnt, nur da hin zu gehen, wo ich mir auch etwas von verspreche. Regeln hin oder her. Fr&#252;her nannte man das Schw&#228;nzen, Blau machen, heute kann ich das ohne schlechtes Gewissen &#8220;selbst&#228;ndiges Studieren&#8221; nennen.</p>
<p>Bachlor/Master einzuf&#252;hren, war eine politische Entscheidung, die im Anfang sich als eine wunderbare Revolution angek&#252;ndigt hat. heute kann man schon feststellen, dass es wieder eine der Entscheidungen war, die vertuschen soll, dass <a href="http://www.onezblog.de/item/2007/05/bildung-ist-ein-menschenrecht/">Deutschland zu wenig Geld und Aufmerksamkeit in seine Bildung investiert</a>. Blinder Aktionismus und ein Optimismus der vor Naivit&#228;t nur so trieft, waren wohl die Wegbegleiter des Bologna-Prozesses.</p>
<p>Aber Bildung ist auch kein Thema, was in den Medien, in der Gesellschaft diskutiert wird. Vergleicht man Diskussionen des Steuerrechts, was alle paar Jahre hoch kommt, mit &#228;hnlich zyklischen Bewegungen der Bildungsdebatte, dann stellt man fest, dass die B&#252;rger sich zwar gerne mal &#252;ber Lehrer oder die faulen Studenten aufregen, das Thema aber sp&#228;testens beim dritten Vorschlag beendet ist. Durch Ank&#252;ndigung irgendeines reaktion&#228;ren Plan, wie z.B. der <a href="http://www.monalisablog.de/item/2007/06/kopfnoten---ja-bitte">Wiedereinf&#252;hrung von Kopfnoten in NRW</a> ist die Debatte beendet und der B&#252;rger befriedigt.  Er kann wieder an das deutsche Bildungssystem glauben, zumindest bis zum n&#228;chsten &#8220;Skandal&#8221; in der Bildzeitung, an der ein Lehrer oder Sch&#252;ler beteiligt ist.</p>
<p>Diskussionen &#252;ber das Steuerrecht laufen ganz anders ab. Hitziger, brutaler und mit geifer. Es geht ums geld von einem jeden von uns. Da sind wir dabei, das ist wichtig. Ver&#228;nderungen werden wir direkt auf dem Kontoauszug sehen, da schmerzt und deshalb ist diese Debatte das Herzst&#252;ck der Politik in Deutschland.</p>
<p>Ver&#228;nderungen in der Bildung merkt man nicht im Geldbeutel, man selbst ist ja auch raus aus der Schule/Uni, was solls.</p>
<p>Armes Deutschland</p>
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		<title>Fragen junger Denker – Essaywettbewerb</title>
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		<pubDate>Thu, 31 May 2007 11:03:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raphael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Weitere Informationen auf jungedenker.de]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://philosophie.raphael-raue.de/wp-content/uploads/2007/05/gedankenschritte.jpg' alt='essaywettbewerb fachschaft philosophie marburg' />Weitere Informationen auf <a href="http://www.jungedenker.de">jungedenker.de</a></p>
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		<title>Fachliche R&#252;ckschl&#228;ge</title>
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		<pubDate>Wed, 23 May 2007 14:01:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raphael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[studium]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe mir heute meine Hausarbeit des letzten Semesters abgeholt und mit Frau Wille dar&#252;ber gesprochen. Das Ergebnis in Form einer Note war nicht sonderlich berauschend und ich wollte mir meine Fehler aufzeigen lassen um diese in der n&#228;chsten Hausarbeit nicht mehr zu machen.Eigentlich sollte dieses System, aus Fehlern lernen, das universit&#228;re System sein. Leider [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mir heute meine Hausarbeit des letzten Semesters abgeholt und mit Frau Wille dar&#252;ber gesprochen. Das Ergebnis in Form einer Note war nicht sonderlich berauschend und ich wollte mir meine Fehler aufzeigen lassen um diese in der n&#228;chsten Hausarbeit nicht mehr zu machen.Eigentlich sollte dieses System, aus Fehlern lernen, das universit&#228;re System sein. Leider l&#228;sst der Bachelor dies nur bedingt zu. Alle Klausurergebnisse flie&#223;en in die Gesamtnote ein und ergeben den Notenschnitt des Bachelors. Dieser wiederum entscheidet dar&#252;ber, ob man einen Master machen kann oder nicht.Da man nur 6 Semester studiert kann man sich gro&#223;e Ausrei&#223;er nach Unten nicht leisten. So schlecht war meine Arbeit nicht, dass ich mir jetzt anfangen m&#252;sste Sorgen zu machen, aber der Druck, der hinter dem Bachelorstudieng&#228;ngen steht ist meiner Meinung nach nur bedingt hilfreich.Meine Arbeit war nicht so gut, weil ich zu oberfl&#228;chlich gearbeitet habe. Ich habe viele Begriffe, die ich in meiner Arbeit verwende, nicht tiefergehend genug erkl&#228;rt oder zum Teil sogar gar nicht eingef&#252;hrt, sondern als unmissverst&#228;ndlich vorrausgesetzt.Kein Beinbruch, sondern ein normaler Fehler im Prozess dessen, was eine universit&#228;re Ausbildung sein sollte. Ich werde versuchen diesen Fehler in folgenden Arbeiten nicht mehr zu machen. Was aber, wenn noch einige andere Standardfehler hinzugekommen w&#228;ren? Wenn meine Arbeit nur eine 4 gewesen w&#228;re? Mein Studium w&#228;re von Anfang an belastet gewesen.Ich habe mir mit meinem Thema sicher keinen Gefallen getan, es war keines der &#8220;einfachen&#8221;. Und doch bin ich gewisserma&#223;en froh diesen Fehler gemacht zu haben und werde auch im folgenden Themen w&#228;hlen, die mich eher &#252;berfordern. Mit einer 4 im R&#252;cken w&#252;rde ich das nicht tun.Genau aus diesem Grunde ist der Druck unn&#246;tig. Er verflacht das Studium eher, als es effizienter zu machen, was sicher Ziel der Einf&#252;hrung von Bachelorstudieng&#228;ngen war und ist.</p>
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		<title>Studiengeb&#252;hren sind kein Thema mehr</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2007 23:20:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raphael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
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		<description><![CDATA[Vollkomene Verst&#228;ndnislosigkeit stand mir und meinen Fachschaftskollegen heute ins Gesicht geschrieben, als es 20.15 war und zur Philosophie-Vollversammlung gerade mal 24 Leute gekommen waren, von gut 400 Studierenden der Philosophie. Das Thema war eines, was im letzten Jahr f&#252;r unglaublich viel Entr&#252;stung und Protest gesorgt hat: Studiengeb&#252;hren. Es scheint keine Sau zu interessieren. Ich bin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vollkomene Verst&#228;ndnislosigkeit stand mir und meinen Fachschaftskollegen heute ins Gesicht geschrieben, als es 20.15 war und zur Philosophie-Vollversammlung gerade mal 24 Leute gekommen waren, von gut 400 Studierenden der Philosophie. Das Thema war eines, was im letzten Jahr f&#252;r unglaublich viel Entr&#252;stung und Protest gesorgt hat: Studiengeb&#252;hren.</p>
<p>Es scheint keine Sau zu interessieren. Ich bin wirklich entt&#228;usch von meinen Kommilitonen. Egal welche Meinung man vertritt und ich bin nicht prinzipiell gegen die Einf&#252;hrung von Geb&#252;hren, aber man muss diese doch kundtun und nicht nur aus Spa&#223; zu irgendwelchen Demos rennen.</p>
<p>Warum bitte war halb Frankfurt voll von Demonstranten, aber wenn dann die Demokratie ihre Arbeit machen will und wir abstimmen sollen, wie weiter vorgegangen wird in den uniinternen Gremien, macht keiner mit? Ich versteh das wirklich nicht. Ist es uncool abzustimmen, oder nur coll mit so einem schei&#223; Button rumzulaufen. Sind Demos vielleicht billiger als Kino und deshalb geht man hin? Vielleicht haben alle auch schon aufgegeben, mag sein, dass ich zu viel meiner Emotionen gerade investiere. Kann mir das vielleicht jemand erkl&#228;ren?</p>
<p>Voll praktizierte Politikverdrossenheit kann es ja wohl nicht sein. Aber wenn die Party wichtiger ist, oder schlafen, oder was wei&#223; ich, dann kann ich mich doch nicht mehr guten Gewissens beschweren, oder seht ihr das nicht so? Ich meine solche Vollversammlungen sind sicher nicht nur zur Gewissensberuhigung da, aber man muss doch wenigstens das Gewissen befragen und die M&#246;glichkeiten der demokratischen Teilnahme nutzen.</p>
<p>Ich k&#246;nnte ja versthen, wenn jemand sagt, dass das doch eh alles nichts bringt. Ich geh ja auch nicht mehr zur Bundestagswahl. Aber es kommt keiner und somit kann mir auch keiner sagen, dass es nichts bringt. Sie wissen es doch einfach gar nicht.</p>
<p>Kinder, kann es vielleicht sein, das Platon in Bezug auf die Demokratie doch Recht hatte?</p>
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