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	<title>Onezblog &#187; nietzsche</title>
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	<description>Schreiben um des Schreibens Willen</description>
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		<title>Long live the king!</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 17:21:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raphael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Michael Jackson]]></category>
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		<description><![CDATA[Startet dieser Michael Jackson Film &#8220;this is it&#8221; eigentlich morgen oder wann kommt der? Habe zwar eh nicht vor ihn anzusehen und kann diesen Hype auch nicht wirklich nachvollziehen, aber folgendes Video lege ich euch dennoch ans Herz. Habe w&#228;hrend der festlichen Tagung zum zehnj&#228;hrigen Jubil&#228;um des Nietzschearchivs vor zwei Wochen n&#228;mlich einen der Fellows [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Startet dieser Michael Jackson Film &#8220;this is it&#8221; eigentlich morgen oder wann kommt der? Habe zwar eh nicht vor ihn anzusehen und kann diesen Hype auch nicht wirklich nachvollziehen, aber folgendes Video lege ich euch dennoch ans Herz. Habe w&#228;hrend der festlichen Tagung zum zehnj&#228;hrigen Jubil&#228;um des Nietzschearchivs vor zwei Wochen n&#228;mlich einen der Fellows dort kennengelernt, der gleich am Todestag Michael Jacksons ein Tribute geschrieben und das auch auf Youtube hochgeladen hat. Auch wenn ich Mal die Thriller Doppel-CD hatte, finde ich folgendes Video dennoch besser als den King of Pop. Aber das nur am Rande, ihr d&#252;rft mich gerne daf&#252;r mit Pr&#252;gel &#252;berziehen. Verbaler Art nat&#252;rlich, w&#252;rde das n&#228;mlich bedeuten, dass ihr euchd as Video angesehen habt. Und los, habs ihm versprochen, damit die Aufrufe hochzutreiben.</p>
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<p>Ihr d&#252;rft das Video gerne auch auf eurem Blog einbinden und so verbreiten.</p>
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		<title>Philosophische Freuden</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Sep 2008 12:53:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raphael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin wieder da, nachdem ich die letzten Wochen komplett der Philosophie gewidmet habe. Zwei Hausarbeiten &#252;ber Foucault wollten geschrieben werden und weil ich es lediglich f&#252;r notwendig befinde, Hausarbeiten zu schreiben, aber keinen bis sehr wenig Spa&#223; dabei empfinde, war ich noch auf zwei Veranstaltungen: Auf dem Deutschen Kongress f&#252;r Philosophie (&#252;brigens: richtig toll [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin wieder da, nachdem ich die letzten Wochen komplett der Philosophie gewidmet habe. Zwei Hausarbeiten &#252;ber <a href="http://www.endlosrekursion.de/218/foucaults-argument/">Foucault</a> wollten geschrieben werden und weil ich es lediglich f&#252;r notwendig befinde, Hausarbeiten zu schreiben, aber keinen bis sehr wenig Spa&#223; dabei empfinde, war ich noch auf zwei Veranstaltungen:</p>
<p>Auf dem <a href="http://www.dgphil2008.de/">Deutschen Kongress f&#252;r Philosophie</a> (&#252;brigens: richtig toll gemachter Internetauftritt), der alle drei Jahre stattfindet und dieses Jahr in Essen seine Gedanken verbreitete. Die deutsche Philosophieprominenz war anwesend und stellte ihre neuesten Gedanken vor. Aber auch Nachwuchswissenschaftler konnten Vortr&#228;ge einreichen, sodass aus allen Sparten der Philosophie interessantes zu h&#246;ren war. Eine tolle und auch anstrengende Woche, die mir die Freude an der Philosophie wieder zur&#252;ckgegeben hat. Ich wei&#223; zwar immer noch nicht, ob die professionelle Philosophie mich reizt, ich wei&#223; aber sicher, dass ich in drei Jahren in M&#252;nchen wieder dabei sein werde.</p>
<p>An diesem Wochenende war ich in Weimar im Nietzschearchiv und habe auf Einladung des <a href="http://www.klassik-stiftung.de/einrichtungen/kolleg-friedrich-nietzsche.html">Kolleg Friedrich Nietzsche</a> mit Kommilitonen aus Marburg eine Tagung zum Thema &#8220;Nietzsche und Sprache&#8221; abgehalten. Drei Tage haben wir uns durch Nietzsches Texte gew&#252;hlt, um seine Sprachkonstitution genauer zu untersuchen. Das war zwar auch anstrengend, aber eine so fruchtbare Atmosph&#228;re war das sicher wert.</p>
<p>Morgen gebe ich wohl meine zweite Hausarbeit ab und kann mich dann endlich wieder einigen bis jetzt <a href="http://www.endlosrekursion.de">liegengebliebenen</a> <a href="http://www.haruki-murakami.info">Projekten</a> widmen und auch hier etwas &#246;fter schreiben.</p>
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		<title>Die Trennung von Theorie und Theoretiker</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Sep 2007 19:02:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raphael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich lese gerade ein Buch, das den Titel &#8220;Philosophen wie wir &#8211; Gro&#223;e Denker menschlich betrachtet&#8221; tr&#228;gt und mir einigen Spa&#223; beim Lesen bereitet. Nigel Rodgers und Mel Thompson haben lustige, entsetzende, besch&#228;mende und profane Anekdoten ber&#252;hmter Philosophen wie Heidegger, Rousseau und Sartre gesammelt. Sie betrachten das leben der Philosophen und ziehen R&#252;ckschl&#252;sse auf deren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich lese gerade ein Buch, das den Titel &#8220;Philosophen wie wir &#8211; Gro&#223;e Denker menschlich betrachtet&#8221; tr&#228;gt und mir einigen Spa&#223; beim Lesen bereitet. Nigel Rodgers und Mel Thompson haben lustige, entsetzende, besch&#228;mende und profane Anekdoten ber&#252;hmter Philosophen wie Heidegger, Rousseau und Sartre gesammelt. Sie betrachten das leben der Philosophen und ziehen R&#252;ckschl&#252;sse auf deren Werk. Warum hat Nietzsche den &#220;bermenschen erfunden und war er selbst einer. Warum hat Rousseau seine Kinder im Weisenhaus verrecken lassen, wo er doch Mitbegr&#252;nder der modernen P&#228;dagogik ist. Warum ist Schopenhauers Werk so pessimistisch. Solche und andere Fragen versuchen die Autoren zu kl&#228;ren und machen das auf eine witzige Art und Weise, die gut zu lesen ist. Ein wirklich gutes Buch um Abends im Bett noch eine halbe Stunde darin zu schm&#246;kern. Aber!</p>
<p>Mir gef&#228;llt die Grundintention des Buches nicht, oder ich verstehe sie falsch. Die Autoren ziehen immer wieder Parallelen von den Theorien der Philosophen und deren Leben. Diese Parallelen sind manchmal sehr nahe beieinander und manchmal so weit von einander entfernt. Doch genau diese Abst&#228;nde werten die Autoren, was auch ihr gutes Recht ist. Doch gehen sie meist im Fazit einen Schritt zu weit, indem sie die Bedeutung der Werke nur in Bezug  auf das Leben des Verfassers setzen. So habe Rousseau die Romantik begr&#252;ndet, weil er in so naturverliebter Mensch war und dadurch so viele Romantiker inspiriert. Das halte ich f&#252;r falsch.</p>
<p>Rousseau wird sehr viel mehr Menschen inspiriert haben, als nur diejenigen, die seinen Ideen gefolgt sind. Er wird viel mehr Menschen zu kritischer Haltung, seinen Ideen gegen&#252;ber inspiriert haben. Denn seine Ideen sind etwas au&#223;er ihm, wenn auch nicht auf metaphysisch existierende Art und  Weise, h&#228;ngen diese Ideen nicht mehr mit der Person des Verfassers zusammen. Ob Rousseau den Gesellschaftsvertrag geschrieben hat oder Nietzsche den Zarathustra ist im philosophischen Sinne vollkommen gleichg&#252;ltig. Wir betrachten die Werke, Ideen und Theorien, weil sie als Theorien einen Anspruch haben.</p>
<p>Theorie und Theoretiker kann und muss man trennen, will man in der Sache weiter kommen. Nat&#252;rlich bestreite ich nicht, dass die Umwelt und Bedingungen eines Werkes dieses Beeinflussen, aber dann ist es unsere Aufgabe diese, heute vielleicht nicht mehr g&#252;ltigen Argumente zu erkennen und von denen zu trennen, die g&#252;ltig sind, egal ob sie Onkel Fritz, Oma Erna oder Platon geschrieben  haben. Der theoretische Gehalt einer Theorie ist eben dieser, der nicht abh&#228;ngig von Zeit und Ort ist. Deshalb befassen wir uns mit diesen Idee, weil sie mehr als Ausdruck ihrer zeit und Umst&#228;nde sind.</p>
<p>Das allerdings vergessen die Autoren des Buches bisweilen, wenn sie &#252;ber ihr Ziel hinausschie&#223;en, gro&#223;e Philosophen auch nur als Menschen wie du und ich darzustellen, was sie zweifelsohne waren.</p>
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		<title>Der Geschmack des melancholischen Films</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Sep 2007 22:29:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raphael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich liebe den Geschmack des deutschen Films. Zigaretten und billiger Rotwein von Aldi. Rioja 2005. Kr&#228;ftig und traurig im Geschmack. Fruchtig aber nie s&#252;&#223;, nie warm und doch ein Genuss. So schmecken die gro&#223;en deutschen Filme wie Barfu&#223;, Solino, Lammbock oder Elementarteilchen, den ich gerade gesehen habe. Meisterwerke des traurigen Spa&#223;es der sich Leben nennt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich liebe den Geschmack des deutschen Films. Zigaretten und billiger Rotwein von Aldi. Rioja 2005. Kr&#228;ftig und traurig im Geschmack. Fruchtig aber nie s&#252;&#223;, nie warm und doch ein Genuss. So schmecken die gro&#223;en deutschen Filme wie Barfu&#223;, Solino, Lammbock oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elementarteilchen_%28Film%29">Elementarteilchen</a>, den ich gerade gesehen habe. Meisterwerke des traurigen Spa&#223;es der sich Leben nennt. Melancholischer Nihilismus gepaart mit der Liebe eines Existenzialismus, immer ein Schuss Dialektik und so undurchsichtig wie die Meisterwerke Goethes. Nie ein Ende findend in der Brandung des Seins, vermischt mit der Gicht der Liebe.</p>
<p>Ich mag den deutschen Film und Abende wie diesen. Verzweiflung und Freude lassen sich miteinander in einer Atmosph&#228;re  verbinden, die kaum zum Atmen reicht, aber der Kehle genug Luft l&#228;sst um dem Denken blo&#223; keinen Abbruch zu geben. Denn denken macht die Melancholie erst m&#246;glich, bereitet sie doch den Gef&#252;hlsausbruch vor, der ganz im Sinne der griechischen Trag&#246;die im Elend enden muss. Doch das griechische Ende ist verheerend und moralisch. Das Ende dieser Filme ist lustig und tr&#228;nentrocknend, ohne Botschaft, ohne Witz, so gediegen wie der Plausch zwischen zwei wirklich guten Freunden.</p>
<p>Billig ist nur der Rotwein, echt sind die Gef&#252;hle, trocken nur die Schizophrenie, die sich hinter allem Gro&#223;en verbirgt. So unverst&#228;ndlich wie das Leben ist dieser Ausdruck meiner tiefsten Hochachtung vor den Filmen, die Leben besser definieren als es jeder Werbespot der Philosophie je gekonnt h&#228;tte.</p>
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		<title>Kallikles und Nietzsche: Ein Vergleich</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jul 2007 15:38:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raphael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich m&#246;chte in diesem Vergleich &#196;u&#223;erungen des Kallikles in Platons Dialog „Gorgias“ mit denen Friedrich Nietzsches Vergleichen und kl&#228;ren, inwieweit sich die Positionen unterscheiden. Daf&#252;r werde ich nicht die Widerlegung des Kallikles durch Sokrates hinzuziehen, sondern nur die Ausgangsposition des Kallikles betrachten.Deshalb sei angemerkt, dass Kallikles im Verlauf des Gespr&#228;chs mit Sokrates einige Male widerspricht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich m&#246;chte in diesem Vergleich &#196;u&#223;erungen des Kallikles in Platons Dialog „Gorgias“ mit denen Friedrich Nietzsches Vergleichen und kl&#228;ren, inwieweit sich die Positionen unterscheiden. Daf&#252;r werde ich nicht die Widerlegung des Kallikles durch Sokrates hinzuziehen, sondern nur die Ausgangsposition des Kallikles betrachten.Deshalb sei angemerkt, dass Kallikles im Verlauf des Gespr&#228;chs mit Sokrates einige Male widerspricht und seine Position sich wandelt, ohne jedoch die Kernaussage zu verlieren. Diese f&#252;hrt Sokrates auf einen Widerspruch.Zun&#228;chst eine Eingliederung in den Kontext des Dialogs, um die Aussage des kallikles besser einordnen zu k&#246;nnen: Sokrates diskutiert mit Polos dar&#252;ber, was besser sei: Unrecht tun oder Unrecht leiden? Sie kommen zu dem Schluss, das Unrecht leiden besser sei, als Unrecht tun und daraufhin   tritt Kallikles in das Gespr&#228;ch ein, der nicht glauben kann, dass dies kein Scherz von Sokrates sei. Kallikles vertritt im folgenden die Gegenteilige Position. Aus dieser Position werde ich nun einige Textstellen heraus greifen und sie zun&#228;chst unkommentiert einigen Zitaten Nietzsches gegen&#252;berstellen:<span id="more-1192"></span>1. Kallikles„F&#252;r einen Mann ist das Unrechleiden ja kein annehmbarer Zustand“ (Alle hier aufgef&#252;hrten Zitate des Kallikles sind aus Platons Dialog „Gorgias“ 483 B-E entnommen.)1.1 Nietzsche„Die vornehme Art Mensch f&#252;hlt sich als werthbestimmend, sie hat nicht n&#246;thig, sich gutheissen zu lassen, sie urtheilt was mir sch&#228;dlich ist, das ist an sich sch&#228;dlich, sie weiss sich als Das, was &#252;berhaupt erst Ehre den Dingen verleiht, sie ist wertheschaffend.“ (Friedrich Nietzsche. Jenseits von gut und B&#246;se: 260. S. 209.)2. Kallikles„Doch die Gesetze, glaube ich, sind von den Schwachen und von der gro&#223;en Masse gemacht. Zu ihren Gunsten und zu ihrem eigenen Nutzen stellen diese die Gesetze auf“2.1 Nietzsche„So lange die N&#252;tzlichkeit, die in den moralischen Werthurtheilen herrscht, allein die Heerden-N&#252;tzlichkeit ist, so lange der Blick einzig der Erhaltung der Gemeinde zugewendet ist, und das Unmoralische genau und ausschliesslich in dem gesucht wird, was dem Gemeindebestand gef&#228;hrlich scheint: so lange kann es keine „Moral der N&#228;chstenliebe“ gebe. Friedrich Nietzsche. Jenseits von Gut und B&#246;se: 201. S.121.3. Kallikles„Denn da sie [die Schwachen] weniger wert sind, sind sie, glaube ich, zufrieden, wenn sie nur den gleichen Anteil haben.“3.1 Nietzsche„Umgekehrt werden die Eigenschaften hervorgezogen und mit Licht &#252;bergossen, welche dazu dienen, Leidenden das Dasein zu erleichtern: hier kommt das Mitleiden, die gef&#228;llige h&#252;lfsbereite Hand, das warme Herz, die Geduld, der Flei&#223;, die Demuth, die Freundlichkeit zu Ehren.“ Friedrich Nietzsche. Jenseits von Gut und B&#246;se: 206. S. 211.Die inhaltliche N&#228;he dieser drei Zitate ergibt sich aus diesen selbst und muss nicht weiter erl&#228;utert werden. Doch ich m&#246;chte dennoch auf die Position des Kallikles eingehen um dann die Unterschiede Nietzsches auszumachen.Kallikles Position ist eine nicht-moralische. Er lehnt das Gesetz ab und beruft sich auf die Regeln der Natur. Das Gesetzt steht hier f&#252;r sittliche Gesetze und moralische Vorschriften, die die Gemeinschaft macht. Kallikles mein, dass diese Gesetze nur gemacht w&#228;ren um den Schwachen zu dienen und somit die Starken knechte. Diese h&#228;tten aber von Natur aus das Recht zu herrschen. Er akzeptiert die Geltung einer Moral nicht, da sie der Natur widerspreche. Moral ist eine Erfindung der Schwachen. Kallikles will keine andere Moral, sondern &#252;berhaupt keine Moral. Seine Argumentation ist begr&#252;ndet auf die Existenz eines Naturrechts des St&#228;rkeren.Hier sehe ich den Unterschied zur Position Nietzsches. Die drei Zitate sind aus dem Werk „Jenseits von gut und B&#246;se“ welches eine Analyse der Moral vornehmen m&#246;chte um diese zu revidieren. Nietzsche zeigt auf, dass Moral ein philosophisches Problem ist. Das hei&#223;t, nicht nur ethische Grunds&#228;tze und moralische Gesetze sind problematisch und m&#252;ssen auf ihre Geltung hin untersucht werden, sondern die Moral &#252;berhaupt. So versucht Nietzsche zu zeigen, dass das, was als Moral verstanden wird, ohne Begr&#252;ndung der Existenz von Moral  keine Geltung haben kann. Die Zitate m&#252;ssen also im philosophischen Kontext gesehen werden. Kallikles geht von einem Naturrecht aus, dass dem moralischen Gesetz widerspricht. Nietzsche untersucht Moral und findet in ihr Widerspr&#252;che. Das sind ganz unterschiedliche Argumentations- und Reflexionsans&#228;tze. Kallikles begeht den selben Fehler, den Nietzsche Moraltheoretikern vorwirft: Er geht von einem Gesetz aus, dessen Existens erst bewiesen werden m&#252;sste. Kallikles Argumentation steht und f&#228;llt mit der Behauptung des Naturrechts. Er setzt lediglich an die Stelle der moralischen Gesetze die nat&#252;rlichen Gesetze, so wie er sie sieht, ohne daf&#252;r Gr&#252;nde anzugeben. Beispiele aus dem Tierreich sind seine einzige Untermauerung, diese k&#246;nnen aber nicht als Gr&#252;nde gelten, da Beispiele niemals Gesetzm&#228;&#223;igkeiten beweisen oder begr&#252;nden k&#246;nnen.Ob Nietzsche ebenfalls zu einer Art Naturrecht in seinen &#220;berlegungen kommt, oder ob seine Philosophie eher eine Tugend-Moral darstellt ist umstritten. Es kann jedoch festgehalten werden, dass Nietzsche ganz anders an das Problem herangeht, als dies Kallikles tut. Seine Methode ist die philosophische. Er hinterfragt Moral und kommt so zu Schl&#252;ssen, die denen des Kallikles &#228;hneln, aber keinesfalls die gleichen sind. Zudem sind diese Schl&#252;sse nicht das Ende seiner philosophischen &#220;berlegung, sondern stellen lediglich die Grundlage seiner praktischen Philosophie dar.Ich habe in diesem Text gezeigt, dass sich die Positionen Nietzsches und Kallikles deutlich unterscheiden. Sowohl in ihrer inhaltlichen Bedeutung, als auch in der Herangehensweise. Kallikles lehnt die philosophische Betrachtung ab und gr&#252;ndet seine Position nur auf einer Gegenbehauptung. Nietzsches Position zeichnet sich aber durch philosophische Reflexion aus.</p>
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		<title>Erfahrung ist auch nicht das Wahre</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jul 2007 15:22:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raphael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieser Artikel ist eine Reaktion des Artikels &#8220;red doch tacheles&#8220;. Ich habe lange &#252;berlegt, ob ich mich dazu &#228;u&#223;ern soll und mich jetzt doch positiv entschieden. Der Artikel ist interessant und dennoch lehne ich die Grundaussage entschieden ab. Warum m&#246;chte ich hier erl&#228;utert und gehe daf&#252;r in der Geistesgeschichte um etwa 2500 Jahre zur&#252;ck. Denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Artikel ist eine Reaktion des Artikels &#8220;<a href="http://www.fixmbr.de/red-doch-tacheles/" rel="bookmark" title="Permanent Link: red doch tacheles">red doch tacheles</a>&#8220;. Ich habe lange &#252;berlegt, ob ich mich dazu &#228;u&#223;ern soll und mich jetzt doch positiv entschieden. Der Artikel ist interessant und dennoch lehne ich die Grundaussage entschieden ab. Warum m&#246;chte ich hier erl&#228;utert und gehe daf&#252;r in der Geistesgeschichte um etwa 2500 Jahre zur&#252;ck. Denn dieser Konflikt ist nichts neues und die Positionen sind es auch nicht. Platon und Aristoteles haben diesen Konflikt stellvertretend schon einmal ausgefochten. Und bitte lest den Artikel auf Fixmr, bevor ihr hier kommentier, denn sonst ist die Betrachtungsweise wirklich zu einseitig.</p>
<p>Aber zun&#228;chst einmal zum Konflikt. Oliver schreibt &#252;ber die Erfahrung und das sie &#8220;echtes Leben&#8221; &#252;berhaupt erst M&#246;glich macht. Erfahrung verringert zudem die M&#246;glichkeit die &#8220;falschen&#8221; Schl&#252;sse zu ziehen. Erfahrung l&#228;sst einen Gedanken vollziehen, die der Unerfahrene sich scheinbar nicht macht. Erfahrung bringt Vorsprung, der zu respektieren sei. Alles andere ist pubert&#228;r.</p>
<p>Das ist Olivers Position, nat&#252;rlich von mir k&#252;nstlich zugespitzt. Es muss schon so sein, dass er sich darin nicht wiederfindet, auch wenn ich stur dem Text gefolgt bin. Die Position wird allerdings relativiert, dass auch der Erfahrenste nicht Perfekt sei. Aber etwas anderes war auch nicht zu erwarten.</p>
<p>Ich will gar nicht direkt auf den Text eingehen, sondern stelle ein paar Fragen an den Text, die mir vollkommen dunkle erscheinen, um dann Platon und Aristoteles sprechen zu lassen.</p>
<p>Was meint Oliver wohl mit dem echten Leben? Gibt es denn ein, also ein echtes? Oliver ist der Aristoteles in dem Konflikt, der besagt, dass jedem Menschen ein Ergon, ein Wesen innewohnt, dass durch lernen, &#252;ben und Wissen bef&#246;rdert werden muss. Es gibt ein echtes Wesen/ Leben was gefunden werden muss. Aristoteles, und ich denke Oliver auch, meint mit Erfahrung nicht nur das fortgeschrittene Alter, sondern die Zeit, die auf das Ergon verwendet wurde. Wie weit ist der Mensch sich selbst schon n&#228;her gekommen.</p>
<p>Platon demgegen&#252;ber h&#228;lt von Erfahrung nichts und von Respekt auch nicht. Seine Figur des Sokrates l&#228;sst er sich hinwegsetzen &#252;ber jegliche Norm und Manier. Sokrates ist es egal ob jemand alt, jung, erfahren oder unerfahren ist. Das Wissen und die M&#246;glichkeit zu denken wohnt dem Menschen inne und kann von jedem Menschen entdeckt werden. So entlockt er im Menon einem Sklaven die Theorie des Pythagoras. So konfrontiert er immer wieder erfahrene M&#228;nner mit ihrem Nichtwissen, welche ganz entgegen ihrer Erfahrung zu stehen scheint. Es scheint nur so, weil Erfahrung f&#252;r Sokrates nichts bedeutet, wenn sie nicht genutzt wird um Wissen zu begr&#252;nden.</p>
<p>An der Beschreibung dieser beiden Positionen, die unvollst&#228;ndig und bruchst&#252;ckhaft ist, kann man schon ablesen, welche ich wohl pr&#228;feriere. Die Position des Aristoteles ist metaphysisch. Sie geht von einem Wesen des Menschen aus, dass bis heute nicht bewiesen werden konnte. Die metaphysische Philosophie ist seit Nietzsche nahezu tot und die Argumente gegen solche starke Annahmen sind zahllos.</p>
<p>Platon hat einen viel bescheideneren Wissensbegriff. Sokrates wei&#223; nicht nur um die Unm&#246;glichkeit der Perfektion, die auch Aristoteles einr&#228;umt, er wei&#223;, dass kein Wissen m&#246;glich ist. Das ist nat&#252;rlich nicht so zu verstehen, dass &#252;berhaupt kein Wissen m&#246;glich ist, sondern nur, dass man sich seines Wissens nicht zu sicher sein soll.</p>
<p>Der Erfahrene hat tats&#228;chlich einige Vorteile, so hatte er mehr Zeit zu denken, Wissen zu erlangen und Dinge zu &#252;ben. So wie Aristoteles es beschreibt. Aber Platon w&#252;rde einwerfen, dass es gar nichts nutzt, wenn die intellektuelle Bescheidenheit des Wissens um das Nichtwissen nicht hinzukommt.</p>
<p>Wer l&#228;nger lebt hatte mehr Zeit Vorurteile anzuh&#228;ufen. Er hatte auch viel mehr Zeit sich Rechtfertigungen f&#252;r diese zu &#252;berlegen. Er hatte auch viel mehr Zeit seine Macht auszubauen um diese sogar zur Untermauerung seiner Vorurteile zu nutzen. Er kann Vorurteile viel subtiler unter die Leute bringen, weil er nicht mehr so pubert&#228;r ungest&#252;m ist. Alles schlechte M&#246;glichkeiten, die ich &#252;berhaupt nicht in Olivers Text finde.</p>
<p>Das hei&#223;t nicht, dass er sie nicht auch bedacht hat, aber dennoch bleibt es mir unklar, warum das nicht einmal erw&#228;hnt wird. Ein Kommentator fragt Oliver &#8220;Hast du noch nie einen 60-j&#228;hrigen Vollidioten gesehen?&#8221; und der antwortet &#8220;Selbst der gr&#246;&#223;te Idiot der selbstst&#228;ndig lebt, kann doch nicht der gr&#246;&#223;te sein, wenn er es denn packt alleine zu leben.&#8221; Wenn das das echte Leben ist, nur zu leben, wo bitte ist dannder Vorsprung der Erfahrung?</p>
<p>Auch wenn ich hoffe, dass jetzt nicht das gebashe losgeht, weil ich jung bin, damit angeblich auch unerfahren, m&#246;chte ich einen kleinen Disclaimer schreiben: Ich bin 22 Jahre, studiere erst im zweiten Semester, noch keine Zwischenpr&#252;fung, wohne seit meinem 17. Lebensjahr nicht mehr bei Mutti, sondern allein. War ein Jahr allein auf mich gestellt im Ausland und habe dort Sozialarbeit in einer Romajugendeinrichtung gemacht, aber muss noch immer nicht das Geld f&#252;r eine Familie verdienen, habe auch noch keine Kinder.</p>
<p>Was das alles mit dem Thema, oder &#252;berhaupt mit Themen und ihrer inhaltlichen Diskussion zu tun hat, ist mir eben auch ein R&#228;tsel. Genau deshalb habe ich diesen Artikel geschrieben. Ich wei&#223; einfach nicht, was die Erfahrung f&#252;r eine Art Argument sein soll. Auch wenn ich verstehen kann, dass Oliver so mancher dumme Frage/ Kommentar vorbeugen will mit diesem Artikel. Aber taugtdie Argumentation zu mehr?</p>
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		<title>Endlich Semesterferien</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Feb 2007 11:51:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich habe seit Freitag endlich Semesterferien und genie&#223;e es in vollen Z&#252;gen. Alle Klausuren sind geschrieben, recht erfolgreich abgeschlossen und es steht nur noch ein Hausarbeit an, auf die ich mich sogar freue. &#8220;Das Verh&#228;ltnis von Sein und Sollen in der genealogischen Kritik Friedrich Nietzsches&#8221; ist der Arbeitstitel und ch will mal sehen was dabei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe seit Freitag endlich Semesterferien und genie&#223;e es in vollen Z&#252;gen. Alle Klausuren sind geschrieben, recht erfolgreich abgeschlossen und es steht nur noch ein Hausarbeit an, auf die ich mich sogar freue. &#8220;Das Verh&#228;ltnis von Sein und Sollen in der genealogischen Kritik Friedrich Nietzsches&#8221; ist der Arbeitstitel und ch will mal sehen was dabei raus kommt.<br />
Aber eigentlich wollte ich sagen, dass ich momentan am Design rumfummel und versuchen werde einiges was ich hier &#252;berlegt habe umzusetzen. F&#252;r alle die es interessiert und die sich meine Baustelle ansehen m&#246;chten, hier entlang bitte. Die Kommentare dort sind offen, bei Anregungen gerne zu nutzen.<br />
Zudem will ich Montag mal ein wenig rumtelefonieren und mich dann entscheiden zu welchem Host ich wechseln werde. Ich habe auch keine Ahnung wie das alles mit dem Domainwechsel und so funktioniert, also wen dann in der n&#228;chsten Woche meine Seite mal weg ist, liegt es wohl daran. Ich werde zudem meine Linkstrucktur &#228;ndern, so dass die Artikeladressen ein wenig anders werden, n&#228;mlich im WordPressstyle. Das doofe ist nat&#252;rlich nur, dass ich dadurch ne Menge Backlinks verliere, wer also zu einem meiner Artikel gelinkt hat, der kann ja dann mal checken ob die Links alle noch gehen. Aber erst in einer Woche oder so.<br />
Ich denke allerdings, dass das Plugin beide Adressen g&#252;ltig bel&#228;sst und nur f&#252;r Google umschreibt.<br />
<strong>Update:</strong>Ich sehe gerade, die Links zeigen dann alle auf die Startseite, nicht so optimal.</p>
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		<title>Die genealogische Moralkritik Nietzsches</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Jan 2007 11:46:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raphael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieser Beitrag is umgezogen. Ich habe entschlossen meine wissenschaftlichen Essays, Referate, Gruppenarbeiten und Hausarbeiten auf meine neues Blog &#8220;Philosophie&#8221; zu stellen. Aber halb so wild, einfach dem folgenden Links zu &#8220;Die genealogische Moralkritik Nietzsches&#8221; folgen. Der Blog is in englischer Spracher verfasst, ich schreibe &#252;ber meine Vorlesungen und Veranstalltungen. Die l&#228;ngeren f&#252;r die Uni angefertigten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Beitrag is umgezogen. Ich habe entschlossen meine wissenschaftlichen Essays, Referate, Gruppenarbeiten und Hausarbeiten auf meine neues Blog <a href="http://philosophie.raphael-raue.de">&#8220;Philosophie&#8221;</a> zu stellen. Aber halb so wild, einfach dem folgenden Links zu &#8220;<a href="http://philosophie.raphael-raue.de/2007/02/27/die-genealogische-moralkritik-nietzsches/">Die genealogische Moralkritik Nietzsches&#8221;</a> folgen. Der Blog is in englischer Spracher verfasst, ich schreibe &#252;ber meine Vorlesungen und Veranstalltungen. Die l&#228;ngeren f&#252;r die Uni angefertigten Texte sind allerdings in Deutsch</p>
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		<title>Messias des B&#246;sen oder Eselknutscher oder einfach nur genial?</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Dec 2006 08:04:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raphael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Mensch der Erkenntnis muss nicht nur seine Feinde lieben k&#246;nnen, er muss auch seine Freunde hassen k&#246;nnen. - Friedrich Nietzsche -]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Mensch der Erkenntnis muss nicht nur seine Feinde lieben k&#246;nnen,<br />
er muss auch seine Freunde hassen k&#246;nnen.</p>
<p style="text-align: center">- Friedrich Nietzsche -</p>
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		<title>Neid und Individualit&#228;t; die Vereinsamung der modernen Gesellschaft im Bezug auf Nietzsche</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Oct 2006 18:27:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raphael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich m&#246;chte einen kurzen Ausspruch Nietzsches nutzen um einer Frage nachzugehen, die sowohl eine pers&#246;nlich subjektive, als auch ein gesellschaftlich relevante ist. Die Frage nach der Vereinsamung unserer Gesellschaft und ob wirklich ein Individualisierungsprozess daf&#252;r verantwortlich ist. &#8220;Werde, der du bist&#8221; - Friedrich Nietzsche - Was Nietzsche damit ausdr&#252;cken will ist denke ich mal klar. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich m&#246;chte einen kurzen Ausspruch <a href="http://www.onezblog.de/item/21" rel="external">Nietzsches</a> nutzen um einer Frage nachzugehen, die sowohl eine pers&#246;nlich subjektive, als auch ein gesellschaftlich relevante ist. Die Frage nach der Vereinsamung unserer Gesellschaft und ob wirklich ein Individualisierungsprozess daf&#252;r verantwortlich ist.</p>
<p>&#8220;Werde, der du bist&#8221;</p>
<p style="text-align: center">- Friedrich Nietzsche -</p>
<p> Was <a href="http://www.onezblog.de/item/21" rel="external">Nietzsche</a> damit ausdr&#252;cken will ist denke ich mal klar. Definiere dich und arbeite an deinen Tr&#228;umen. Setze dir Heute, was du Morgen sein willst, realisiere dich. Sei Mensch, sei Individuum.</p>
<p>.  sei du selbst, bleib auf deinem Weg, auch wenn dieser wechselt</p>
<p>Der modernen Gesellschaft wird nachgesagt, sie vereinsame die Menschen. Noch nie gab es so viele Singles, noch nie so hohe Scheidungsraten, zumindest seit solche Statistiken gef&#252;hrt werden. Diese Vereinsamung l&#228;sst sich sicher auch an dem inflation&#228;ren steigendem Aufkommen von Singleparties, Singletreffs, Singleshows im TV erkennen. Dann gibt es da noch das <a href="http://www.onezblog.de/category/16/" rel="external">Internet</a>. Internetsucht, Realit&#228;tsverlust, was sonst noch so durch die Medien geistert. Dann dieses letztgenannte Medium, die Medien. Glotze gegen Einsamkeit.</p>
<p>Die letzten polemischen Zeilen sollen nur aufzeigen, wie schwammig die Behauptung der Einsamkeit unserer Gesellschaft sind. Dennoch bin ich von dieser These &#252;berzeugt, nenne es mal meine Erfahrung meiner Umgebung, die ich Gesellschaft nenne. Ich denke die Gesellschaft wird immer Einsamer. Aber! nicht Individueller! Egoistischer wird sie, wird oft behauptet. Mag sein, denke ich aber nicht. Egoismus setzt eine Vorstufe vorraus, die oben zitierte. Um egoistisch zu handeln muss man wissen was man will, muss man sich selbst erkundet haben, sich selbst gesetzt haben, durch die Schmerzen der eigenen Seele gegangen sein.</p>
<p>.  Egoismus setzt Wissen des Selbst vorraus</p>
<p>Glaubt ihr auch nicht, dass dieser Selbstfindungsprozess wirklich bei all diesen Millionen einsamen Singles stattgefunden hat und sie deshalb so <a href="http://www.onezblog.de/item/88" rel="external">alleine</a> sind? Glaubt ihr auch nicht, dass wirklicher Egoismus, oder im positiven Sinne, Individualit&#228;t daf&#252;r verantwortlich sind, dass unsere Gesellschaft menschlich immer &#228;rmer wird?</p>
<p>Ich bin fest davon &#252;berzeugt, dass die egoistische Besch&#228;ftigung mit sich selbst nicht zu reinem Egoismus sondern nur zu einem Selbstvertrauen f&#252;hrt, was f&#252;r die Gesellschaft von Vorteil ist. Denn verunsicherte, ver&#228;ngstigte Hunde bei&#223;en viel fr&#252;her zu. Dieser Vergleich mag hinken, ist nicht hinreichend Begr&#252;ndet, doch ich wollte meinen Thesenansatz mal hier in Frage stellen lassen um ihn vielleicht dann weiter zu entwickeln.</p>
<p>Wenn ich noch eine vage Theorie am Ende vorbringen darf, warum die moderne Gesellschaft vereinsamt? Konsum, das Stichwort ist Konsum. Werbung, Marken, Medien gaukeln dem Konsumenten Individualit&#228;t, falsche Individualit&#228;t vor und geben ihm so ein falsches Selbstbewusstsein. N&#228;mlich den Schein des Bewussten. Der Konsument ist gefangen in seinen Vorstellungen von sich selbst, die rein durch Konsummechanismen entstanden sind, sucht aber nicht den Ausbruch aus dem Gef&#228;ngnis, denn es scheint ihm das Paradies.</p>
<p>.  meine leise und vage Vermutung, ohne andere Ursachen dabei auszuschlie&#223;en</p>
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