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	<title>Onezblog &#187; moral</title>
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	<description>Schreiben um des Schreibens Willen</description>
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		<title>Der gute alte Hegel</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Nov 2008 20:44:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raphael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich besuche dieses Semester ein Seminar zu Hegels Rechtsphilosophie und versuche gerade herauszufinden, was er denn unter Sittlichkeit versteht. Durch Passagen wie die folgende erschwert sich dieses Unterfangen, merke ich doch, dass ich einfach nicht wei&#223;, wor&#252;ber der gute Mann da spricht: Die Ehe enth&#228;lt, als das unmittelbare sittliche Verh&#228;ltnis, erstens das Moment der nat&#252;rlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich besuche dieses Semester ein Seminar zu Hegels Rechtsphilosophie und versuche gerade herauszufinden, was er denn unter Sittlichkeit versteht. Durch Passagen wie die folgende erschwert sich dieses Unterfangen, merke ich doch, dass ich einfach nicht wei&#223;, wor&#252;ber der gute Mann da spricht:</p>
<blockquote><p>Die Ehe enth&#228;lt, als das<em> unmittelbare sittliche Verh&#228;ltnis, erstens</em> das Moment der <em>nat&#252;rlichen </em>Lebendigkeit, und zwar als substantielles Verh&#228;ltnis die Lebendigkeit in ihrer Totalit&#228;t, n&#228;mlich als Wirklichkeit der <em>Gattung</em> und deren Proze&#223;.</p></blockquote>
<p>Er mag ja Recht haben und notwendige Argumente daf&#252;r anf&#252;hren k&#246;nnen, dass wir immer im Alten etwas Neues entwickeln und somit ein Schritt aus dem was ist nicht m&#246;glich ist, bzw. jegliche Argumente ohne Fundament sind, die ohne das Gewordene auskommen wollen. Aber warum gerade die Ehe als <em>das</em> sittliche Verh&#228;ltnis? Da l&#228;sst sich doch auf ebenso Vorhandenes rekurieren und zeigen, dass Ehe empirisch wohl kaum die &#8220;<em>rechtlich sittliche Liebe</em>&#8221; ist, die er hier zur Grundlage f&#252;r oben stehendes Zitat nimmt. Was also f&#252;hrt er ins Feld um eben dieses Verh&#228;ltnis ohne Bruch der Zeit als Ehe bezeichnen zu k&#246;nnen.</p>
<p>Auch die folgenden Seiten lassen mich da im Dunklen und sowas regt mich ja auf, wei&#223; ich doch nie ob ich einfach die Genialit&#228;t nicht nachvollziehen kann oder wieder mal ein gro&#223;er Mann versucht seine pers&#246;nlichen Ansichten und Meinungen nonchalant in eine ansonsten koh&#228;rente Argumentation einzuweben und sie so notwendig erscheinen zu lassen. Das ist n&#228;mlich eine Vermutung, die mich nach zwei Jahren Philosophiestudium zusehens ereilt. In gro&#223;en B&#252;chern findet sich auch immer gro&#223;er Bockmist und gro&#223;e Namen, selbst in der Geistesgeschichte sch&#252;tzen nicht vor kleinlich r&#252;ckst&#228;ndigen Ansichten im Hinblick auf das Verehrte, Geliebte und das, was man glaubt nicht loslassen zu k&#246;nnen. Aber ich kann mich irren, ist ja auch nur son Gef&#252;hl. Jedenfalls werde ich das ganze Kapitel nochmal lesen m&#252;ssen, um morgen im Seminar nicht nur auf diesen Punkt fixiert zu sein.</p>
<p>Ach ja, k&#246;nnte mir vielleicht ein Hegelianer kurz darlegen, was G.W.F. sich dabei gedacht hat gerade die Ehe ganz nah an das Honigf&#228;sschen der Sittlichkeit zu stellen und mir so meine mich besch&#228;ftigenden und ablenkenden Einw&#252;rfe entkr&#228;ftigen? W&#252;rde sehr helfen gerade!</p>
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		<title>Werbung auf den Punkt gebracht</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Sep 2007 19:03:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raphael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mein vorheriger Artikel zur Kommerzialisierung dieses Blogs und meinen Bedenken dazu war ziemlich allgemein gefasst und deshalb will ich mich nach einem Gespr&#228;ch mit meiner Freundin noch einmal genauer mit der argumentativen Problematik auseinandersetzen und meine Position zur Werbung in Blogs klar machen. Dies ist der zweite Artikel einer dreiteiligen Reihe zum Thema Werbung. Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein vorheriger <a href="http://www.onezblog.de/item/2007/09/ich-gestehegeld-mit-diesem-blog-verdienen-zu-wollen/">Artikel zur Kommerzialisierung dieses Blogs</a> und meinen Bedenken dazu war ziemlich allgemein gefasst und deshalb will ich mich nach einem Gespr&#228;ch mit meiner Freundin noch einmal genauer mit der argumentativen Problematik auseinandersetzen und meine Position zur Werbung in Blogs klar machen. Dies ist der zweite Artikel einer dreiteiligen Reihe zum Thema Werbung.</p>
<p>Ich habe nichts generell gegen Werbung, sie ist nicht von Grund auf schlecht. Will sagen, Werbung kann auch positive Aspekte haben und Werbung als solches abzulehnen ist meiner Meinung nach falsch aus folgendem Grund:</p>
<p>Wir leben in einer Welt der &#220;berreizung und &#220;berproduktion an Konsumg&#252;tern. Es hat sich eine gewisse Kaufbereitschaft eingeb&#252;rgert, je nach dem in welchem Umfeld man lebt und welche Lebenseinstellung man hat, kauft man passende Produkte. Niemand, ich wiederhole, niemand von sich behaupten, er kaufe etwas nur wegen der Qualit&#228;t. Image der Marke, meinetwegen auch die moralische Integrit&#228;t eines Konzerns spielen eine enorme Rolle bei unserem Kaufverhalten. Das kann man gut finden, sich &#252;bermoralisch ausnehmen und behaupten, nur weil man diesem Kreislauf versucht zu entrinnen, nur die anderen w&#252;rden sich in ihm befinden, aber wir sind auf unsere Wirtschaft angewiesen, denn sie ist ein riesen Teil unserer Gesellschaft, unseres Lebens. &#220;brigens w&#228;re sie das auch in alternativen Wirtschafts- und Staatssystemen, wie dem Kommunismus z.B. Diesem Umstand tr&#228;gt Werbung Rechnung. Eine Firma muss sich ein gewisses Image aufbauen, eine gewisse Bekanntheit erlangen um &#252;berhaupt existieren zu k&#246;nnen. &#220;ber Qualit&#228;t ist das meist nicht m&#246;glich und zwar weil wir Konsumenten meistens gar nicht in der Lage sind die Qualit&#228;t zweier Produkte wirklich zureichend unterscheiden zu k&#246;nnen. Oder wie viele Menschen k&#246;nnen wirklich die Qualit&#228;t z.B. eines Autos  bestimmen? Das Image bzw. die Bekanntheit ist also f&#252;r eine Firma von au&#223;erordentlicher Wichtigkeit und da es sicher nicht nur schlechte und unmoralische Firmen gibt, kann Werbung nicht partout nachgesagt werden, schlecht zu sein.</p>
<p>Aber Werbung manipuliert und das ist schlecht, da es nicht mehr auf die Qualit&#228;t, sondern nur noch auf das Image ankommt. Der Vorwurf der Manipulation hinkt, da auch Medien und eben Blogs manipulieren, indem sie Meinungen ver&#246;ffentlichen, von denen sich viele Menschen beeinflussen lassen, ob bewusst oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Manipulation ist nur M&#246;glich, wenn jemand zum Manipulieren vorhanden ist. Und schon der alte Kant wusste, das unsere Unm&#252;ndigkeit selbstverschuldet ist.</p>
<p>Ich will sagen, dass nicht die Werbung das schlechte ist, sondern der Mensch, der Image und Qualit&#228;t nicht mehr sachlich trennen kann und deshalb lieber den teuren Nike-Pulli kauft, statt das unbekannte Produkt mit h&#246;herer Qualit&#228;t und niedrigerem Preis. Das geschieht durch Werbung, ist aber nicht die Schuld von Werbung.</p>
<p>Man kann behaupten, Werbung sei h&#228;sslich, st&#246;re durch Dauerpr&#228;senz, verdumme die Leute, man kann aber nicht sagen, dass Werbung grunds&#228;tzlich schlecht ist. Werbung kann auch, richtig eingesetzt auf wichtige Dinge aufmerksam machen, leider geschieht die nicht sonderlich h&#228;ufig. Und damit komme ich zum negativen Part, dem Part, der mir Probleme bereitet Werbung auf diesem Blog zu schalten:</p>
<p>Werbung wird in den meisten F&#228;llen nicht genutzt um gute Produkte auch bekannt zu machen, sondern um billigen Schei&#223; aufzuwerten und den Menschen Flausen in den Kopf zu setzten, von wegen, sie seinen ohne das Handy/Auto/Various weniger Wert oder sozial ausgegrenzt. Im Internet ist es nicht ganz so schlimm, da meiner Meinung nach hier nicht so leicht komplette Gef&#252;hlsmanipulationen hin zum Kaufdrang erzeugt werden k&#246;nnen, das ist im Kino, beim Fernsehen einfacher. Daf&#252;r gibt es hier ungemein viele Webseiten, die versprechen 100.000 Euro im Monat verdienen zu k&#246;nnen und die Leute abziehen. Abofallen, die selbst von einigerma&#223;en erfahrenen Nutzern nicht sofort als solche erkannt werden, Anbieter, die alles kostenlos versprechen und im Kleingedruckten doch etwas anderes stehen haben und Seelenverk&#228;ufer, die deine Emailadresse zu Geld und deinen Account zu einer M&#252;llhalde machen. Alles in allem ungemein viel Mist, der &#252;ber normale Wege wohl nicht gefunden w&#252;rde. Man kann Google und Konsorten viel vorwerfen, aber die gr&#246;bsten Schei&#223;seiten sind doch nicht unbedingt in den Top-Positionen, auch wenn dort nicht immer die Qualit&#228;t stehen mag. Jedenfalls fliegen Anbieter, wie oben aufgez&#228;hlt doch ziemlich schnell aus dem Index. In der Werbung aber nicht. Jeder kann sich in die SERPs einkaufen und eben auch auf meine Seite. Google hat zwar Qualit&#228;tskriterien f&#252;r Adsense, aber nat&#252;rlich k&#246;nnen die nicht so hoch sein, wie in den SERPs, weil sonst die selbe Werbung, wie Ergebnisse angezeigt w&#252;rden.</p>
<p>Ich lasse also zu, dass ab und an jemand auf meine Werbung klickt und potentiell abgezockt wird. Egal wie h&#228;ufig das passieren mag, ich trage eine Mitschuld daran, da ich auf diesem Blog suggeriert habe, zumindest f&#252;r den unerfahrenen Nutzer, dass ich guthei&#223;e, was da so an Werbung erscheint. Das macht mich zwar nicht justitiabel, aber es bringt mich doch in eine moralisch nicht einwandfreie Situation.</p>
<p>Ich k&#246;nnte mich nat&#252;rlich wiederum mit irgendwelchen Philosophen aus dem Staub machen, die richtige Verantwortungsdefinition sollte schnell zu finden sein, aber es macht doch aufmerksam auf ein Problem, das ich nicht im Stande bin zu l&#246;sen. Nicht einmal damit, dass das Werbung schalten sein lasse. Denn dieses Problem ist ein grunds&#228;tzliches Problem menschlichen Handelns. Indirekte Schuld durch Wissen um eventuelle sch&#228;dliche Folgen. Aufkl&#228;rung und Anweisung sind meiner Meinung nach die einzigen Mittel, im Internet aber schwer zu erreichen. W&#252;rde ich jetzt z.B. in der Mensa Flyer verteilen, k&#246;nnte ich wenigstens noch den ein oder anderen Hinweis mit auf den Weg geben, hier in meinem Blog bleibt mir nur eines &#252;brig: Inhalt und Werbung so klar wie M&#246;glich zu trennen und nicht zu suggerieren, es handele sich um einen redaktionellen Link, wenn es ein Afillilink ist. Ich sollte vielleicht auch Rahmen um die Adsenseanzeigen legen, damit sie optisch besser vom Text getrennt sind. Das werde ich mir genauer &#220;berlegen, bei den n&#228;chsten Umbauarbeiten, die in n&#228;chster Zeit anstehen.</p>
<p>Wieder habe ich viel geschrieben und bin zu keinem Ende gekommen, denn die Trennung von Werbung und Inhalt ist zwar wichtig, aber ob sie ausreichend ist um der Verantwortung nachzukommen, die ich mir als Mensch gebe, wei&#223; ich nicht, dazu kommt noch, dass wenn diese Trennung ganz und gar gelingen w&#252;rde, die Werbung nicht mehr funktionieren w&#252;rde, genauso wie James Bond eben immer ein tolles Auto f&#228;hrt, das gesponsert ist.</p>
<p>Zudem habe ich nat&#252;rlich die Argumentation bez&#252;glich Werbung sehr stark verk&#252;rzt und wohl auch den ein oder anderen wichtigen Punkt vergessen bzw. bin noch gar nicht auf ihn gekommen. Wenn also jemand etwas einzuwenden hat, her damit.</p>
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		<title>Ich gestehe&#8230;.Geld mit diesem Blog verdienen zu wollen</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Sep 2007 20:30:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raphael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich sollte die &#220;berschrift &#8220;Beichte eines Bloggers&#8221; lauten, aber ich bin nicht religi&#246;s und deshalb w&#228;re sie unangebracht, zudem sie Geld auf einen sakristalen Wert heben w&#252;rde, der einfach falsch w&#228;re, auch wenn ich Sakrilegien f&#252;r ebenso falsch halte. Die neue &#220;berschrift trifft auch nicht, was ich hier behandeln m&#246;chte, leitet aber gut ein in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich sollte die &#220;berschrift &#8220;Beichte eines Bloggers&#8221; lauten, aber ich bin nicht religi&#246;s und deshalb w&#228;re sie unangebracht, zudem sie Geld auf einen sakristalen Wert heben w&#252;rde, der einfach falsch w&#228;re, auch wenn ich Sakrilegien f&#252;r ebenso falsch halte. Die neue &#220;berschrift trifft auch nicht, was ich hier behandeln m&#246;chte, leitet aber gut ein in mein Thema. Blogs und Werbung. Blogs und Geld. Blogs und Kommerzialisierung. Dies ist der erste Teil einer Serie mit drei Artikeln und ja ich werde noch konkreter!</p>
<p>Mir geht dieses Thema geh&#246;rig auf den Zeiger, zu viel Moral auf beiden Seiten, kaum, wenn auch existente, durchdachte Zwischenrufe, die im Kugelhagel nicht zu h&#246;ren sind. Ich wei&#223;, dass dieses Thema polarisiert und viele Menschen ihr Herz an die Bloggerei geh&#228;ngt haben. Ob es dann dadurch gerechtfertigt ist, alle andersdenkenden gleich in die H&#246;lle schicken zu wollen, sei der Bewertung des Lesers &#252;berlassen. Ich bin jedenfalls der Meinung, dass es durchaus m&#246;glich sein sollte Geld mit seinem Blog zu verdienen und seine moralische Integrit&#228;t zu bewahren, nicht nur allein, weil meine moralische Integrit&#228;t sicherlich nicht allein vom Bloggen abh&#228;ngt. Man muss mit Yahoo keinen Werbevertrag abschlie&#223;en, allerdings bin ich mir sicher, ohne einen Beweis zu haben, dass Google auch nicht sonderlich besser ist. Ich verwende aber Adsense auf diesem und meinen anderen Blogs und Webseiten. Das ist zu bewerten, von meinen Leser und von mir selbst. Ich habe noch keine Rechtfertigung gefunden, die es mir ersparen w&#252;rde, nicht weiterhin &#252;ber dieses Thema im Bezug auf mein Handeln im Internet und der Welt nachzudenken und mich kritisch zu pr&#252;fen.</p>
<p>Aber ich habe einen Traum. Den ziehe ich zur Rechtfertigung herbei, immer im Hinterkopf, dass es ein Traum bleiben k&#246;nnte und damit so einiges nicht mehr zu rechtfertigen sei. Aber so ist das Leben. Man setzt sich Ziele und heiligt so einige Mittel, auch wenn ich mir weitaus Schlimmeres vorstellen k&#246;nnte, als Google oder wer wei&#223; wem Geld in den Rachen zu schmei&#223;en und dabei sogar noch f&#252;r die Drachen zu werben und meinen Namen f&#252;r sie zu Verf&#252;gung zu stellen. Aber Relativierung in diesem Sinne ist einfach dumm, nicht mal nur unbedarft. Aber seid euch sicher, dass bleibt mein Problem, da hat mich niemand zu richten, denn moralische Integrit&#228;t lasse ich mir nicht gesellschaftlich absegnen, da muss mein Gewissen schon f&#252;r arbeiten. Kritik und Anregung hole ich mir im Kugelhagel der Moralisten. Da wird man trotz so b&#246;sem Blut f&#252;ndig. Ich meine nicht Rechtfertigungsstrategien, sondern Argumente.</p>
<p>Worum geht es aber eigentlich, soll es hier darum gehen die drei Adsensebanner zu absolutieren und die Links in der Seitenleiste als etwas gutes hinzustellen?</p>
<p>Sicherlich nicht, auch wenn ich gerne so einen Artikel verfassen w&#252;rde. Das Problem ist nur, dass ich, wie oben schon geschrieben, zu keinem Ende komme. Es dr&#228;ngt sich vielmehr die Frage auf, warum ich denn handele, sprich Werbung schalte, wenn ich mich noch nicht entschieden habe. Aber das ist eine Geschichte, die ist privat und ich m&#246;chte nun wirklich keine Krokodilstr&#228;nen hier abdr&#252;cken um mir einen feinen Abgang zu verschaffen. Mein Traum ist ein Grund, meine Lebensumst&#228;nde auch, meine Ziele ebenso, aber sie sind nicht Grund genug.</p>
<p>Aber wie schon gesagt, das ist mein Problem. Es st&#246;rt mich allerdings, dass viele Blogger meinen, das es ihr Problem sei. Da wird mit Abbestellen im Falle einer Monetarisierung des Feeds gedroht, genauso wie mit der Verweigerung jeglichen moralischen Verst&#228;ndnisses. Und genau das st&#246;rt mich, denn meint ihr wirklich, ich bin an Lesern interessiert, die sich nicht f&#252;r meine Texte interessieren? Was ist denn bitte dieser Blog hier? Doch keine Kuschelecke, die zum knutschfidelen Bloggergangbang einl&#228;d. Ich schreibe Texte und ihr m&#246;gt sie. Oder nicht. Das sich &#252;ber das Medium Blogs auch Menschen finden, die sich sympathisch finden und gar nicht mal den Blog so toll finden ist klar. Aber ihr k&#246;nnt mir doch nicht erz&#228;hlen, dass all die Leute, die &#8220;Unsubcribe&#8221; br&#252;llen w&#252;rden meine Freunde sind oder mich nur wegen meiner moralischer Integrit&#228;t lesen. Das ist total verkorkste Motivation, eine Bloggerehre zu retten, die nie bestand hatte. Das ist Solidarit&#228;t in ihrem gr&#228;&#223;lichen Ausma&#223;. Nicht, weil diese Menschen vielleicht recht haben mit der Annahme, Werbung ablehnen zu m&#252;ssen. Es ist falsch, weil der Anspruch so ekelhaft ist. Lest meine Texte oder lasst es sein. Kritisiert mich f&#252;r die Werbung auf meinem Blog. Aber verbindet das nicht miteinander, au&#223;er in eurer Entscheidung, meinen Blog nicht mehr zu lesen, denn vorzuschreiben habe ich euch nun auch nichts.</p>
<p>Ich will sagen, dass diese Drohungen, irgendetwas nicht mehr zu lesen doch wirklich abartig sind. Welcher moralischen Ebene f&#252;hlen sich solche Leute wohl angeh&#246;rig, die meinen auf solche Art erziehen zu wollen?</p>
<p>Nat&#252;rlich kann man meine Person, diesen Blog, Werbung, Google, Yahoo und wer wei&#223; noch wen miteinander verbinden und dadurch zu einem moralischen Urteil kommen, das mein Blog eben die Verbindung mit dem Evil in Googles Leitspruch bringt. Man kann mir das auch mitteilen, meine Emailadresse steht im Impressum und die Kommentare sind auch meist offen. Man soll aber nicht versuchen, die eigene Meinung &#252;ber die unbekannte Meinung des Autors zu stellen. Das ist nicht Arrogant, auch nicht Ignorant, sondern moralisch Unhaltbar. Und die will man ja dem Werbeblogger beibringen. Denkt mal dar&#252;ber nach. Ich werde derweil weiterhin daran arbeiten auf eventuelle Kritik Antworten zu finden. Nicht um euch in der Diskussion zu beeindrucken, denn die werde wie oben schon geschrieben nicht f&#252;hren, sondern um als handelnder Mensch meine Handlungen zu reflexieren. Die einzige M&#246;glichkeit, so etwas wie Moral zu erreichen.</p>
<p>Ich freue mich auf eine Diskussion &#252;ber Werbung, seid allerdings darauf gefasst, dass Trollen, die solche Themen anscheinend anzuziehen scheint, hier schnell verabschiedet werden. Zudem werde ich nicht meine eigene Integrit&#228;t diskutieren, auch wenn ich dazu Kritik nat&#252;rlich erlaube bzw. sogar w&#252;nsche. Meine Integrit&#228;t ist allerdings um einiges komplexer als sich hier darstellen l&#228;sst, als ich es hier darstellen m&#246;chte. Private Umst&#228;nde m&#252;ssen euch nicht als Gr&#252;nde reichen, aber sie m&#252;ssen mich besch&#228;ftigen, weil ich eben nicht nur Online lebe. Der Teil von mir, der sich hier darstellt, ist kritisierbar und von Menschen, die mich kennen, w&#252;rde ich mir auch Kritik im Bezug auf die Umst&#228;nde anh&#246;ren, aber ihr kennt sie nicht und werdet sie auch wohl nicht kennenlernen. Wertet diese M&#246;glichkeit meinerseits nicht auf jegliche Kritikpunkte eingehen zu wollen gerne als Immunisierung, aber fragt euch dabei dann zugleich ob ihr dieses Internet nicht vielleicht mit eurem Leben verwechselt.</p>
<p>Aber genug vorgebeugt, ich bin mir sicher, dass dies ein Thema ist, dass zu diskutieren w&#228;re, auch wenn ich diesen Artikel mehr geschrieben habe um mal meine Gedanken zu diesem Thema zu verschriftlichen. Vielleicht schreibe ich noch die Tage einen weiteren Text, der konkreter beschreibt, wor&#252;ber ich momentan nachdenke. Ich w&#252;rde gerne in absehbarer Zeit mein Studium selbst finanzieren  k&#246;nnen (als kleiner Einblick in meine Traumwelt) und das l&#228;uft eben nicht mit drei Adsensebannern. Aber keine Angst, sich bewegende bunte Schei&#223;e kommt mir nicht hier rein und f&#252;r den Stammleser wird sich ohnehin nicht sonderlich viel &#228;ndern, da der eh nie klickt, so dass meine Gedanken eher in die Richtung gehen, den Googlebesucher zum Klickvieh zu machen.</p>
<p>Als Diskussionsgrundlage darf ruhig der Blog von <a href="http://www.fixmbr.de/category/adical/">F!XMR</a> (ich verlinke die Adical-Kategorie, dimit hr nicht zu lange w&#252;hlen m&#252;sst, aber lest bitte auch mal quer, es sind noch viele Artikel mehr zu diesem Thema geschrieben, die nicht mit Adical in Zusammenhang stehen) angesehen werden, dort hole ich mir die Skepsis meiner Einstellung gegen&#252;ber her um sie zu &#252;berpr&#252;fen, ich kenne keine umfangreichere Auseinandersetzung mit diesem Thema und obwohl wir wohl in vielen sehr unterschiedlicher Meinung sind, empfehle ich dem Leser dort hineinzulesen. Damit wird sowohl mir, als auch allen anderen erspart, immer wieder die selben Meinungen auzutauschen und hier eine Diskussion entstehen zu lassen, die so schon ungemein oft gef&#252;hrt wurde.</p>
<p>F&#252;r neue Ideen, Anregungen, Kritiken und meinetwegen auch niveauvolle Angriffe w&#228;re ich dankbar, das Thema besch&#228;ftigt mich und so wirklich komme ich nicht voran.</p>
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		<title>Es wird langsam ungem&#252;tlich</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jun 2007 17:23:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raphael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Blogosph&#228;re gibts b&#246;se Zungen, die nennen sich gegenseitig Blutblogger und Blogfundis. Kommentare werden vergewaltigt mit Beleidigungen. Intelligente Menschen tun so als w&#228;ren sie im Krieg. Moralkeulen werden h&#252;ben wie dr&#252;ben geschwungen. Gedanken macht sich niemand mehr. Au&#223;er, wie den anderen der n&#228;chste reinzuw&#252;rgen ist. Irgendwie macht das alles keinen Spa&#223; mehr, echt nicht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Blogosph&#228;re gibts b&#246;se Zungen, die nennen sich gegenseitig Blutblogger und Blogfundis. Kommentare werden vergewaltigt mit Beleidigungen. Intelligente Menschen tun so als w&#228;ren sie im Krieg. Moralkeulen werden h&#252;ben wie dr&#252;ben geschwungen. Gedanken macht sich niemand mehr. Au&#223;er, wie den anderen der n&#228;chste reinzuw&#252;rgen ist.</p>
<p>Irgendwie macht das alles keinen Spa&#223; mehr, echt nicht. Fronten und Gr&#228;ben, egal wo man seinen Feedreader aufschl&#228;gt. Ich will jetzt wirklich nicht damit anfangen, dass das alles kein Bloggen mehr ist. Genau das ist Bloggen!</p>
<p>Bloggen ist Kommunikation und wo immer Menschen mit einander kommunizieren verstehen sie sich nicht vollends. Es kommt zu Neid, Selbst&#252;bersch&#228;tzung, Dogmatismen und Ideologien prallen aufeinander. Ich denke auch nicht, dass das jetzt irgendwann wiede vorbei ist. Wenn sich die einen Streith&#228;hne endlich anfangen zu ignorieren und begreifen, dass das Netz gro&#223; genug ist und beide wirklich nicht vollends Recht haben k&#246;nnen, dann fangen eben die n&#228;chsten beiden an. Da braucht man sich keine Illusionen zu machen.</p>
<p>Mein Problem dabei ist nur, dass ich den Schei&#223; einfach nicht lesen will. Nicht weil die Diskussion eigentlich wert w&#228;re behandelt zu werden. Sondern weil das Niveau einfach nicht ann&#228;hernd lesenswert ist.</p>
<p>Aber ich kann die beteiligten Blogs auch nicht einfach aus meinem Feedreader schmei&#223;en, denn dann h&#228;tte ich in einiger Zeit nicht mehr sonderlich viele Blogs darin. Der Streit nimmt &#252;berhand und vielleicht sollten wir aufh&#246;ren alle Blogs&#8221;Blogosph&#228;re&#8221; zu nennen. Dann w&#252;rden sich diverse Kreise herausbilden, jede h&#228;tte ihre d&#228;mliche Topliste und der Neid w&#252;rde wenigstens in der jeweils gleichen Sprache und Art verteilt werden. So sehe ich jedenfalls keine M&#246;glichkeit den Kampfbloggern irgendwie klar zu machen, dass sie sich einfach nicht verstehen werden. Auch nicht nach dem hundertsten Artikel nicht.</p>
<p>Blogosph&#228;re willkommen in der Wirklichkeit.</p>
<p>Wer den Artikel bisher nicht verstanden hat, soll froh sein und besser nicht nachfragen. Es lohnt sich nicht.</p>
<p>Nun werden die Beteiligten vielleicht fragen, mit welcher Berechtigung ich mich hier &#252;ber die K&#246;pfe der Streithammel schwinge und &#252;ber sie richte und urteile? Bin ich etwa genauso moralischer Abwasch? Dar&#252;ber nachzudenken, w&#228;re passend und w&#252;rde in das Muster passen, nachdem in der Blogosph&#228;re in letzter Zeit nachgedacht und reagiert wird. In der Ganzen? Nein sicherlich nicht aber wie so oft &#252;berwiegen bei Pessimisten wie mir die negativen Beispiele.</p>
<p>Aber es ist nicht nur der Kampf den ich hier anklage. Es ist auch der unbedingte Wille Recht zu behalten. Ich will jetzt wirklich nicht &#252;ber kleine Penisse schreiben, aber in den Kommentaren tummelt sich schon Recht viel &#8220;M&#228;nnlichkeit&#8221;.</p>
<p>Ich bin ja auch so, wenn ich &#252;berzeugt bin, Recht zu haben, beharre ich darauf. Sturkopf. Aber nur solange, bis ich merke, das ist einfach nichts zu holen. Mein Gegen&#252;ber versteht es nicht. Aber dann muss ich doch nicht pers&#246;nlich werden. ich gebe auf. Auch wenn das vielleicht nicht immer angebracht ist. Im Internet ist es das.</p>
<p>Ein Beispiel, wo ich beharrt habe? Zulange. Schaut mal in die Kommentare des Artikels &#252;ber die <a href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/160/adam-eva-und-dino">Evolutionstheorie</a> beim Spiegelfechter. Ich habe es einfach nicht verstanden, warum ich nicht verstanden werde. Ich konnte nicht fassen, wie dogmatisch viele intelligente Menschen argumentieren. Ich konnte nicht fassen, das ich es einfach nicht hinbekomme, den Punkt so zu treffen, dass mein Problem an der ganzen Sache deutlich wird. Aber was soll ich die Leute denn jetzt angreifen? Ich bin auch dogmatisch, wenn auch eben nicht in diesem Bereich. Irgendwo anders sicherlich. Mir geht immer noch die Hutschnur hoch, wenn ich an diese innerbiologischen &#8220;Beweise&#8221; denke und Begriffe, die so unklar und ungenau, falsch und grob fahrl&#228;ssig benutzt werden, wie in der Diskussion beim Spiegelfechter. /<em>weil es falsch verstanden wurde, m&#246;chte ich nochmal darauf hinweisen, dass ich den Artikel verlinke, weil er eben gerade zeigen soll, dass man durchaus aneinander geraten kann, die Seiten nicht zueinander finden und man sich dennoch nicht gleich beleidigen muss.</em></p>
<p>Aber deshalb k&#246;nnen das doch Typen sein, mit denen man ein Bier trinken kann und in tausend anderen Bereichen einer Meinung. Schaut euch doch mal in eurem Freundeskreis um, was da f&#252;r moralisch zweifelhafte Typen rumrennen, mit denen ihr andauernd abh&#228;ngt. Aber sobald es um Blogs geht wird das Kriegsbeil daf&#252;r ausgegraben.</p>
<p>Kirche im Dorf lassen fand ich eigentlich immer ein bescheuertes Sprichwort. Es passt doch ab und an.</p>
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		<title>Muss ein Mensch moralisch sein?</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jun 2007 12:59:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raphael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diese Suchanfrage habe ich gerade in meinen Statistiken gefunden und finde sie interessant genug um ein paar Gedanken zu formulieren, die ich schon lange hier geschrieben haben wollte. Es geht eigentlich nicht um Moral, sondern um die Individualit&#228;t. Genauer gesagt, will ich mich hier ein wenig &#252;ber das &#8220;Anders-Sein&#8221; auslassen. Man kann die Suchanfrage auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Suchanfrage habe ich gerade in meinen Statistiken gefunden und finde sie interessant genug um ein paar Gedanken zu formulieren, die ich schon lange hier geschrieben haben wollte. Es geht eigentlich nicht um Moral, sondern um die Individualit&#228;t. Genauer gesagt, will ich mich hier ein wenig &#252;ber das &#8220;Anders-Sein&#8221; auslassen.</p>
<p>Man kann die Suchanfrage auf zweierlei Art verstehen, ihr zwei Fragemotivationen unterstellen.</p>
<ol>
<li>Was ist Moral &#252;berhaupt?</li>
<li>Muss <strong>ich</strong> moralisch sein?</li>
</ol>
<p>Ich unterstelle dem Suchenden einmal, dass er beides wissen m&#246;chte und, dass die erste Frage zu der zweiten Frage f&#252;hrt. Ich will darauf so wenig wie m&#246;glich philosophisch antworten obwohl das nat&#252;rlich nicht ausbleibt, da Moral eine Disziplin der Philosophie ist. Aber ich habe nicht ohne Grund die Philosophie in einen anderen <a href="http://philosophie.raphael-raue.de">Blog</a> ausgelagert, hier &#252;berlesen es die meisten.</p>
<p>Was ist also Moral? Ich will eine allgemein Definition w&#228;hlen, die recht unproblematisch ist und einfach mal ignorieren, dass dies eine kontroverse Fragestellung seit tausenden von Jahren ist.</p>
<blockquote><p><strong>Moral</strong> (vom lat. moralis, &#8220;sittlich&#8221;), derjenige Ausschnitt aus dem Reich der ethischen Werte dessen Anerkennung und Verwirklichung bei jedem erwachenen Menschen zun&#228;chst angenommen wird. [...] Stets und &#252;berall handelt es sich bei der Moral um das,was &#8220;gute Sitte&#8221; ist, was &#8220;sich schickt&#8221;. (Kr&#246;ner. Philosophisches W&#246;rterbuch.)</p></blockquote>
<p>Moral ist also jenes Sittengesetz, was in der jeweiligen Gesellschaft veankert ist. Ein ungeschriebenes gesetz, was sich allerdings auf geschriebene Gesetze auswirken kann, dem prinzipiell jeder zustimmt. Abweichungen eines jeden einzelnen geh&#246;ren genauso dazu, wie die durchschnittliche Anerkennung. Moral ist ersr relevant, sobald eine Gemeinschaft entsteht. Ein Mensch alleine kann nicht moralisch oder amoralisch sein.</p>
<p>Muss ich also moralisch sein? Du bist es, ob du willst oder nicht. Ein jeder Mensch richtet sich nach Wertten, das Gehirn alleine braucht schon handlungsprinzipien um &#252;berhaupt zu funktionieren. Wenn jede Situation neu bewertet werden m&#252;sste, w&#228;re der mensch schlichtweg nicht handlungsf&#228;hig. Aber ob man die geltende Moralvorstellung akzeptiert oder nicht, dass ist das Kriterium, ob man moralisch ist oder nicht.</p>
<p>Muss man die Moral akzeptieren? Nein muss man nat&#252;rlich nicht, amn kann sich eigene Werte schaffen. Theoretisch zumindest. Denn der Mensch ist ein soziales Wesen, in vollkommener Isolierung kann man nicht leben. Also sucht sich ein jeder Gleichgesinnte, die &#228;hnliche moralische Vorstellungen haben. Sie bilden eine andere Moral, als die der Majorit&#228;t. Aber sie bilden  eine Moral.</p>
<p>Worauf ich hinaus will? Ich w&#252;rde gerne viele Aussagen pr&#252;fen, die ich gerade unter jungen Menschen immer wieder h&#246;re.</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich schei&#223; auf die Moral!&#8221;</p></blockquote>
<p>Dieser Satz soll oft Individualit&#228;t ausdr&#252;cken. Ich bin anders und zeige es, indem ich gegen geltende Moralvorstellungen rebelliere. Das ist richtig und falsch zugleich. Es stimmt zwar wohl, dass der Sprecher die geltende Moral nicht akzeptiert, jedoch bildet er sicherlich eine andere, f&#252;r die er Gleichgesinnte sucht und sie sicher auch findet, sonst kehrt er fr&#252;her oder sp&#228;ter zur geltenden Moral zur&#252;ck.</p>
<p>Anders sein wird h&#228;ufig verwechselt mit dem anders sein als der Durchschnitt der Gesellschaft. Ich bin nicht so, wie  der Duschschnitt soll bedeuten, ich bin ein Individuum. Das kann ich aber auch sein, wenn ich genau die durchschnittlichen Werte der Gesellschaft habe, denn ein Mensch definiert sich nicht nur durch seine Werte. Die resultierenden Handlungen sind oft viel entscheidender. Zudem gibt es sicherlich nicht sonderlich viele, die wirklich den Durchschnitt treffen. Wer sich schon einmal mit Statistik auseinander gesetzt hat, wird merken, dass die Mittelkurve oft nicht einen einzigen Wert schneidet. Es ist also niemand Durchschnitt und ich w&#228;re voll alternativ l&#228;ge ich darauf.</p>
<p>Ich will nur darauf hinweisen, dass es nahezu nicht m&#246;glich ist sich bewusst von der Gesellschaft zu differenzieren, anders zu sein. Denn genau diese bestreben ist allen Menschen gemein. Etwas besonderes sein zu wollen. Oft ist man damit genau der so Alternativ oder anders, wie alle anderen es auch sein wollen. Gar nicht.</p>
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		<title>Christian Klars Kapitalismuskritik. Ist er immer noch gef&#228;hrlich?</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Mar 2007 15:33:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raphael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich lese mit gro&#223;em Interesse die Berichterstattung &#252;ber Christian Klar und die RAF. Ein Thema, was ein gro&#223;es St&#252;ck deutscher Geschichte ausmacht und die Entscheidung &#252;ber die Freilassung des RAF-M&#246;rders ist von gro&#223;er Brisanz. Ich habe, schon vor einiger Zeit, bei Henning eine Einlassung zu diesem thema gelesen, auf die ich antworten m&#246;chte. Ich bin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich lese mit gro&#223;em Interesse die Berichterstattung &#252;ber Christian Klar und die RAF. Ein Thema, was ein gro&#223;es St&#252;ck deutscher Geschichte ausmacht und die Entscheidung &#252;ber die Freilassung des RAF-M&#246;rders ist von gro&#223;er Brisanz. Ich habe, schon vor einiger Zeit, bei Henning eine Einlassung zu diesem thema gelesen, auf die ich antworten m&#246;chte. Ich bin nicht ganz anderer Menung, denke aber, dass der Artikel <a href="http://henningswunderbarewebwelt.blogspot.com/2007/03/christian-klar-die-zweite.html">&#8220;Christian Klar die Zweite&#8221;</a> in einem Punkt nicht richtig ist.</p>
<p>Henning schreibt:<br />
&#8220;Aus Formulierungen wie &#8220;er w&#252;nsche sich die Niederlage des Kapitals und das die T&#252;r f&#252;r eine andere Zukunft aufgesto&#223;en werde&#8221; abzuleiten Klar sei weiter gef&#228;hrlich,halte ich aber f&#252;r ziemlich haneb&#252;chen.Klars &#196;u&#223;erungen m&#246;gen eine sozialistische Weltsicht offenbaren,das allein hei&#223;t aber noch lange nicht das Klar noch immer den bewaffneten Kampf unterst&#252;tzt.Den Untergang des Neonliberalen Kapitalismus w&#252;nschen sich beispielsweise auch teile der PDS,oder bestimmte Str&#246;mungen in Uni Parlamenten,von den Millionen Menschen die sich derzeit in den sozialen Bewegungen Lateinamerikas engagieren mal ganz abgesehen.Wollen wir die jetzt alle daf&#252;r in Haft nehmen? Wohl kaum.&#8221;</p>
<p>Ich denke, dass hier eine wichtige Differenzierung nicht gemacht wurde. Klar ist ein verurteilter M&#246;rder, die Teile der PDS, die Str&#246;mungen in den Uni Parlamenten und auch die Millionen anderen Anti-Kapitalisten eben nicht. Weit wichtiger, als die Tatsache, dass Klar ein gemordet hat, ist der Punkt aus welchem Motiv er get&#246;tet hat. Klar hat im Namen des Anti-Kapitalismus gemordet! Aus eben dieser &#220;berzeugung ist die Tat entstanden. Er hat get&#246;ten um dem Kapitalismus abzuschaffen. Das hat niemand der von Henning angef&#252;hrten Millionen Kapitalismusgegner getan und das ist ein entscheidender unterschied.</p>
<p>Ich will nicht behaupten, Klar w&#228;re wegen dieses Zitats gef&#228;hrlich. ich will mir auch kein Urteil anmaa&#223;en, ob er frei kommen soll, denn das ist allein Aufgabe der Juristen. Moralisch gesehen halte ich es aber h&#246;chst zweifelhaft einen Menschen frei zu lassen, der wegen seinem Anti-Kapitalistischen Denken get&#246;tet hat und dieses nicht aufgegeben hat. dabei geht es nicht um seine ideologische Einstellung, diese ist ihm nat&#252;rlich erlaubt, so sie Verfassungskonform ist. Es geht vielmehr darum, dass sich Klar bis heute nicht von seinen Taten distanziert hat, die Opfer um Entschuldigung gebeten hat und auch bei seiner Kritik mit keinem Wort erw&#228;hnt hat, dass Gewalt der falsche Weg ist um seine Ideale zu erreichen. Warum hat er das nicht gesagt?</p>
<p>Niemand kann ihm seine Meinung verbieten, aber auch nicht Gesagtes ist eine Aussage. Christian Klar hat es vers&#228;umt der Gewalt abzuschw&#246;ren. Bei verurteilten Schwerverbrechern dann weiter vorsichtig zu bleiben, das halte ich durchaus f&#252;r gerechtfertigt.</p>
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		</item>
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		<title>Eine rationale Rekonstruktion des Essays &#8220;Moral Saint&#8221; von Susan Wolf</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Mar 2007 22:35:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>raphael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[moral]]></category>
		<category><![CDATA[susan wolf]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe f&#252;r ein Seminar diese rationale Rekonstruktion geschrieben. Ich habe sie heute zur&#252;ckbekommen und noch lange mit dem Professor &#252;ber die Problematik geredet. Es ist nicht eindeutig, ob Susan Wolf eher auf ein internes oder ein externes Problem der Moral hinweist. In diesem Text versuche ich eine Mischung beidem aufzuzeigen, gehe aber st&#228;rker auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe f&#252;r ein Seminar diese rationale Rekonstruktion geschrieben. Ich habe sie heute zur&#252;ckbekommen und noch lange mit dem Professor &#252;ber die Problematik geredet. Es ist nicht eindeutig, ob Susan Wolf eher auf ein internes oder ein externes Problem der Moral hinweist. In diesem Text versuche ich eine Mischung beidem aufzuzeigen, gehe aber st&#228;rker auf das externe Problem ein. Ich habe ein paar Lesehinweise bekommen, wo ich nochmal n&#228;her auf diese Problematik eingehen k&#246;nnte, zwei Textstellen Kants und ein Aufsatz von Nagel. Ich habe mich aber dennoch entschlossen diesen Text schon hier zu posten, dann k&#246;nnt ihr beim n&#228;chsten eher den Denkprozess nachvollziehen. Den Originaltext kann man sich <a rel="external" href="http://www.usfca.edu/philosophy/pdf%20files/Moral%20Saints%20by%20Susan%20Wolf.pdf">hier</a> als pdf anschauen. Das Original sollte zuerst gelesen werden, denn mein Text ist an Leser gerichtet, die den Text &#8220;Moral Saints&#8221; gelesen und verstanden haben. Aber es ist nat&#252;rlich kein Muss.</p>
<p><span id="more-1194"></span><br />
Susan Wolf<br />
Moral Saints<br />
The Journal of Philosophy</p>
<p>Susan Wolf geht in ihrem Aufsatz „moral saints“ der Frage nach ob der absolute Geltungsanspruch der Moral gerechtfertigt ist. Diese Frage untersucht sie, indem sie die Auswirkungen eines solchen absoluten Geltungsanspruchs der Moral darstellt. Sie entwirft das Bild eines Menschen, der die Moral immer, zu jeder Zeit, als den h&#246;chsten Wert annimmt und auch danach handelt, ein „moral saint“ also. Dabei ist keinesfalls die Frage entscheidend, ob wirklich ein Mensch dieses Ma&#223; der Moral erf&#252;llen k&#246;nnte, also ein „moral saint“ sein k&#246;nnte, sondern nur ob das w&#252;nschenswert ist.<br />
Das Problem, das Susan Wolf in ihrem Aufsatz behandelt ist also ein Problem der Geltung von Moral. Wie weit kann, wie weit darf oder wie weit sollte der Geltungsanspruch von Moral gehen. Einen Ausblick, jedoch einen unscharfen wird Susan Wolf geben. Wichtiger aber ist, wie sie zeigt, dass es nicht w&#252;nschenswert ist, der Moral einen absoluten Geltungsanspruch zuzubilligen.<br />
Anfangs der Argumentation legt Susan Wolf fest, was ihre Definition eines „moral saints“ ist. Ein „moral saint“ handelt immer so moralisch gut wie M&#246;glich. Es muss zwei Arten von „moral saints“ geben: den „loving saint“ und den „rational saint“. Der „loving saint“ ist aus Liebe zu anderen Menschen so moralisch gut als m&#246;glich, der „rational saint“, weil er durch &#220;berlegung zu dem Entschluss gekommen ist, aus Pflicht einer Moral folgen zu m&#252;ssen. Diese Aufteilung ist wichtig, denn diesen zwei „saints“ werden unterschiedliche Probleme nachgewiesen werden.</p>
<p>Doch noch vor aller logischen Untersuchung steht die Auskunft, wie dieses Problem &#252;berhaupt entdeckt und somit zu einem Problem gemacht werden konnte. Die Vorstellung einer Person, die als „moral saint“ zu bezeichnen w&#228;re,  birgt das Problem. Wenn man sich einen Menschen vorstellt, der die Eigenschaften hat, die notwendig einem „moral saint“ innewohnen m&#252;ssen, entsteht ein Argwohn, ein Gesp&#252;r, dass hier ein Problem liegen k&#246;nnte. Denn ein „moral saint“ m&#252;sste ungemein h&#246;flich, hilfsbereit, ruhig und barmherzig sein, k&#246;nnte niemals ein schlechtes Wort &#252;ber jemanden sagen und w&#252;rde auch seinen Humor immer frei von Werturteilen halten. Wer diese Beschreibung eines Menschen liest, der m&#252;sse ahnen, so Wolf, das hier etwas nicht stimmen kann, das dieser Mensch nicht als unser Vorbild dienen w&#252;rde. Es gibt also ein Problem.</p>
<p>Und dieses Problem entsteht aufgrund des absoluten Geltungsanspruchs der Moral. So kann ein „moral saint“ weder gute B&#252;cher lesen, ein Instrument spielen erlernen, eine Sportart betreiben, wert auf gutes Essen legen, noch Humor haben. Er m&#252;sste jede Art von Kulturgut ablehnen. Kultur k&#246;nnte keinen Wert haben, wenn es mit einem Wert der Moral kollidiert. Kulturwerte kollidieren aber in diesem strengen Sinne immer mit Moralwerten, denn immer kann argumentiert werden, dass in dieser Zeit des Lesens, Sport Treibens, ein Instrument Erlernens, moralisch besser w&#228;re, anderen zu helfen.</p>
<p>Es ist also die Kollision von Werten, die den „moral saint“ zu einem „Langweiler“ macht, mit dem niemand etwas anfangen k&#246;nnte. Aber nicht, weil wir alle so schlechte Menschen sind, dass uns der Neid den „moral saint“ als „Langweiler“ bezeichnen l&#228;sst, sondern weil ein „moral saint“ keinerlei gesellschaftliche Werte, wie Kultur und Humor h&#228;tte, so sie der Moral entgegenstehen.</p>
<p>Um dies besser zu verdeutlichen vergleicht Susan Wolf den „ moral saint“ mit einem Leistungschwimmer, der f&#252;r Olympia trainiert und diesem Ziel &#228;hnlich dem „moral saint“ unterordnet. Der Unterschied ist, dass f&#252;r den Leistungschwimmer andere Werte nicht ihren Wert v&#246;llig verlieren, wie Musik machen, B&#252;cher lesen oder &#228;hnliches. Er ordnet sie nur tempor&#228;r dem Ziel Olympia unter. Beim „moral saint“ verlieren aber alle Werte ihren Wert, so sie mit der Moral kollidieren.</p>
<p>Gemeint ist also sowohl eine zeitliche Kollision, also auch eine Kollision der Werte, gemeint, dass ein Wert einen anderen Ausschlie&#223;t.</p>
<p>Da aber alle Werte, die Charakterbildend sind mit der Moral kollidieren muss ein „moral saint“ abstumpfen. Denn nicht nur der Kultur  wird kein Wert beigemessen, auch sich selbst kann der „moral saint“ keinen Wert zugestehen. Denn absolut altruistisch wie er ist, denkt er an andere, immer, also nie an sich selbst.</p>
<p>Wer aber keinen Charakter ausbilden kann, wird auch nicht gl&#252;cklich. Wie auch immer dieses Gl&#252;ck aussieht. Gl&#252;cklich sein setzt aber ein „Ich“, welches sein „Gl&#252;ck“ realisieren kann, voraus.</p>
<p>Das genau aber ist das Problem der Figur „loving saint“, denn er hat sich aus rationalen Gr&#252;nden f&#252;r den Weg des „loving saint“ entschieden. Er k&#246;nnte diese Entscheidung aber nicht rational begr&#252;nden, wenn er dieses Gedankenexperiment auch angestellt h&#228;tte. Kann er sich aber nicht mehr rational rechtfertigen, bricht also der Grund ein „moral saint“ zu sein weg, kann er nur noch als Fanatiker weiter „moral saint“ sein. Das aber ist sicher nicht w&#252;nschenswert.</p>
<p>Der „loving saint“ jedoch hat, wie eingangs erw&#228;hnt, ein anderes Problem. Er kann aus aller Liebe sich aufzugeben wollen um nur dem Gl&#252;ck anderer zu diene, er muss sein Gl&#252;ck nicht wollen, so wie es der rational saint schon muss, da er noch andere Werte gekannt hat bevor er „moral saint“ wurde. Der „loving saint“ aber hat das Problem, dass auch er seine Grundlage verliert, seine Liebe zu anderen Menschen. Denn er kann  nicht andere Lieben, wenn er keinen Charakter hat, ja sich selbst sogar verachtet. Auch ihm wird der Grund ein „moral saint“ zu sein logisch entzogen und er k&#246;nnte nur als Fanatiker weiter ein „moral saint“ sein.</p>
<p>All diese &#220;berlegungen stellt Susan Wolf im Hinblick auf den “common sense“ an, also die  allgemeinen westlichen Vorstellungen von der Moral. Sie untersucht allerdings auch noch den Utilitarismus und die kantische Moral. Ich k&#252;rze hier allerdings ab, da die Argumente in der Abhandlung des „common sense“ alle vorkommen. Es soll lediglich noch gezeigt werden, dass das Problem nicht nur entsteht, weil der „common sense“ ein zu undifferenziertes Moralsystem ist. Die selben Probleme tauchen auch beim Utilitarismus und bei einem Kantianer auf.</p>
<p>Noch einmal kurz zusammengefasst, problematisiert Susan Wolf in ihrem Aufsatz den absoluten Geltungsanspruch der Moral. Dabei steht nicht die Untersuchung im Fokus, ob Moralsysteme diesen Anspruch haben, das wird vorausgesetzt, sondern die Auswirkungen eines solchen Anspruches. Wie w&#228;re ein Mensch, der immer so moralisch gut wie M&#246;glich handeln w&#252;rde und w&#228;re es w&#252;nschens-, bzw. erstrebenswert ein solcher Mensch zu werden. Sie zeigt, dass es ein „moral saint“ nicht w&#252;nschenswert ist. Denn es gebe noch andere Werte, dem der Mensch Wert zuschreibt und die Wichtig f&#252;r die Charakterbildung sind, die aber keiner moralischen Wertung unterstehen. Susan Wolf argumentiert also gegen einen absoluten Geltungsanspruch der Moral.</p>
<p>Im weiteren will ich in einem Satz den Denkansto&#223; Susan Wolfs f&#252;r eine Aufl&#246;sung des Problems darstellen und dann eigene kritische &#220;berlegungen anf&#252;hren.</p>
<p>Ohne in diesem Aufsatz ihre Theorie weiter auszuf&#252;hren, gibt Susan Wolf einen Ausblick f&#252;r dieses Dilemma. Der Mensch k&#246;nne intuitiv entscheiden wann etwas moralisch zu beurteilen sei und wann nicht.</p>
<p>Hier will ich ankn&#252;pfen, kurz nur im Bezug auf den Theorieansatz Susan Wolfs. Ich denke, dass es nicht ausreichen wird, diesem Problem Herr zu werden, indem man dem Menschen die intuitive Kompetenz zu spricht, schon zu wissen, wann etwas moralisch zu beurteilen und wann nicht. Nicht nur, das diese Kompetenz nur sehr schwer nachweisbar w&#228;re, sondern vor allem sehe ich ein Problem in der Austauschbarkeit, der Zuf&#228;lligkeit im Umgang mit diesen normativen Aussagen. Auch wenn es keine moralischen Urteile sind, so m&#252;ssen sie doch einen Wertanspruch haben, um sich auch gegen die Moral abzugrenzen. Normative Anspr&#252;che sind aber immer zu rechtfertigen.</p>
<p>Aber auch sonst entstehen Probleme bei der Differenzierung der gegen&#252;berstehenden Wertsysteme: Moral einerseits,   Charakter- und Kulturwerte andererseits. Wo kann man die Grenze ziehen, zwischen diesen beiden Anspr&#252;chen? Wie weit darf die Moral in ihrem Anspruch zur&#252;ckgedr&#228;ngt werden ohne, dass es unmoralisch werden. Und was ist &#252;berhaupt ein Ma&#223;stab daf&#252;r?</p>
<p>Es m&#252;sste ja ein Wert gefunden, bzw. konstruiert werden, der h&#246;her als der moralische und der „Charakter und Kultur“ Anspruch ist. Denn nur dieser h&#246;here Wert k&#246;nnte bestimmen, wo genau die Grenze zwischen den Wertanspr&#252;chen liegt. Was aber soll eine Grundlage dieses Wertes sein. Es kann nicht mehr der Mensch als soziales bzw. moralisches Wesen sein, was oft zumindest als Grundgedanke f&#252;r Theorien gedient hat. Der Mensch als eine Mischung aus moralischem und sozialen Wesen ist aber eine sehr schwammige Grundlage.</p>
<p>Das Problem, das Susan Wolf aufgezeigt hat, wirft also wiederum eine Menge Fragen auf. Fragen, die sicherlich nicht aus dem Stegreif zu beantworten sind und die einer Pr&#252;fung bed&#252;rfen. Diese sprengt aber den Rahmen dieses Textes. Wichtig festzuhalten ist aber, dass der absolute Geltungsanspruch der Moral ein Problem enth&#228;lt, ein philosophisches Problem, das entscheidend f&#252;r die Bestimmung eines „guten“ Lebens ist, bzw. f&#252;r die Voraussetzung eines solchen.</p>
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