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ONEZBLOG

von Raphael Raue
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Neidisch

Dieser Beitrag wurde am 19.09.2007 veröffentlicht und bereits ein Mal kommentiert.

Ich bin ja eigentlich ganz zufrieden mit dem neuen Design. Aber auch nur eigentlich, stellt euch schonmal drauf ein, dass sich das auch wieder ändert, irgendwann wird mich der Wahn wieder befallen und ich werde meine Freizeit wieder mit einem unsinnigen Redesign verpulvern. Sicher. Irgendwie denke ich nämlich schon, dass das Design nicht unwichtig ist bei der Lesergewinnung. Echt jetzt. Geht um die Artikel, geht um den Inhalt, die Schreibe, die Qualität. Bestimmt, aber wenn ein Webauftritt und vergessen wir mal nicht, dass ein Blog eben ganu das ist, vollkommen unübersichtlich ist, bunt und flippig, aber über Politik, Philosophie und ähnliche Themen schreibt, dann wird das nix mit der Bindung. bin ich von überzeugt.

Wobei da Blogs wirklich nochmal eine gesonderte Rolle spielen, da sie nie so wirklich themenfixiert sind. ich merke das immer, wenn ich mal nen gut verlinkten Artikel zu einem speziellen Thema geschrieben habe. Dann kommen viele, viele Leser, abonnieren sogar meinen Feed und ich kann die Kurve schon fallen sehen, bevor ich den nächsten Artikel überhaupt veröffentlicht habe. Das ist so und das ist irgendwie auch schade. Und ich glaube, dass da vielleicht die Zukunft von Bloggern ist. Nicht unbedingt von Blogs, aber das ist so eine Technik-Mensch-Unterscheidung, die gerne mal unter den Tisch fällt.

Ich denke, dass irgendwann sich einige Blogger mit ähnlichem Themeninteresse zusammentun und einen Onlineauftritt machen werden, vielleicht wie die Readers Edition, oder eben Spiegel Online, nur eben nicht so groß, wohl auch nicht so ambitioniert und einfach schreiben, so wie sie es auch schon auf ihren Blogs getan haben. Zu einem eingegrenzten Themengebiet, aber ruhig auch mal off topic, dass nennt man bei SPon dann Panorama und handelt von Stars und ihren Unterhosen.

Man würde Qualität bündeln und einen passenden Webauftritt erstellen, seriös mit dem Funken Jazz, der den Unterschied machen würde zu den etablierten Medien. man würde ein großes Gruppenblog haben, nur eben nicht mehr chronologisch und so richtig bloggisch, aber dadurch wahrgenommen. Weil der standard internetnutzer nicht so verwirrt wäre. Er bekommt jeden Tag ein, zwei gute Artikel vorgesetzt und ein, zwei Artikel, die das Thema nur ansatzweise tangieren und könnte sich freuen endlich eine alternative Informationsquelle zur tageszeitung und Spon gefunden zu haben, eine mit Meinung, die dennoch differenziert mit Themen umgeht.

Ja klar kann er das auch heute schon, aber es verwirrt ihn und da sehe ich Entwicklungschancen, wenn man sich denn überhaupt entwickeln möchte. Ist ja so eine Sache, denn da müssten sich wirklich Leute finden, die es ersten nicht nur für die sicher damit zu verdienende Kohle interessieren, sich verstehen und mögen, kritik verteilen und einstecken können und nicht gleich sauer sind, wenn die anderen den Artikel nicht gleich zum Aufmacher erklären. Wird sicher schwierig, zumal dann auch noch die Aufgabe des eigenen Blogs in der bisherigen Form beschritten werden müsste und wer gibt schon gerne seine Autonomie auf.

Eigentlich sollte dieser Beitrag ein einzeiler für die Newssektion sein, in der ich ausdrücken wollte, wie neidisch, in diesem Sinne, ich auf das neue Design von Jeriko bin und ich mich am liebsten gleich hinsetzen würde, es zu kopieren und diesen Versuch gleich wieder in die Tonne zu kloppen. Aber ich bin von Design auf Blogs, auf zukunft und wieder zurück gekommen, so passiert mir das eben ab und an, ich werde es nicht ändern. Schwupps, schon wieder 10 Leser flöten. Son bisschen komisch ist bloggen schon, oder?

Ein Kommentar
  • Läscher (Webseite) am 19. September 2007 um 2:32 am Uhr (#)

    Also ich warte ja immer noch sehnsüchtig auf dein Feuilleton 2.0, das du mal angedacht hast.
    Kompliment zum Layout, aber hast du die Sache mit den 3 aktuellen Rubriken umsetzen können?
    Das mit der Gruppenbildung treibe ich ja eigentlich schon seit immer, weil ich einfach zu faul bin, allein eine Seite mit Inhalt zu betanken. Meine 5 Filmkritiken, 2 Kurzgeschichten, 1 allgemeine Betrachtung zum Leben und so im Jahr will keiner lesen, da braucht man schon einen ständig gepflegten Kontext, wo man seine Sachen abladen kann.
    Aber ich bin auch sehr gut darin, Dumme zu finden, die das für mich machen. ;)

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