
Rettet die dritte Welt
Dieser Beitrag wurde am 1.03.2007 veröffentlicht und schon 3 Mal kommentiert.
3 Kommentare
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dieses bild ist furchtbar. es erstahlt in seiner vollkommenen eindimensionalität. die plakativität scheint aus jedem farbton. solch flache darstellungen vermögen in keinster weise das problem der armut in den sogenannten dritt-welt-ländern zu fassen, wenngleich sie dies versuchen. sie erfüllen nur einen tatbestand: die stillung des gebeutelten und nach versöhnung verzweifelt greifenden gewissens der industrienationen. die folgen eines solchen denkens sind wohl bekannt. liveaid und bono sind die hauptdarsteller einer zur allegorischen formel verkommenden hoffnung, "heal the world" untermalt den untergang. eine lähmende hoffnung jedoch steht ob ihres gewissenberuhigenden charakters ihrer eigentlichen ausrichtung in jeder faser entgegen. sie zielt nicht auf tat, auf anstrengung, auf echtes bemühen, nein. sie dient alleine der versöhnung des einzelnen mit einer unversöhnbaren und unmenschlichen welt.
"gut gemeint" wird zur alles umgreifenden gemeinsamkeit von absichten.
Glaspaläste drohen einzustürzen.
Wenn unser Selbst bloß verdichtete Geschichte ist, ist Selbstgerechtigkeit die neue Nächstenliebe.
Das Gegenteil von gut ist gut gemeint.
Was symbolisiert den Tod eher? Die Schädel oder die Hochhäuser im Baum? Ändert man den Blickwinkel, könnte das Kind den Mann im Anzug auch dazu auffordern, zu ihm herabzusteigen. Denn wir sehen an den Strommasten, dass die Industriestaaten schon um sich geschlagen, aber keine wirkliche Hilfe gebracht haben.