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von Raphael Raue
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Meinen Respekt an alle da draußen, die wirklich hart malochen

Dieser Beitrag wurde am 14.03.2007 veröffentlicht und schon 4 Mal kommentiert.

Ich bin so kaputt, könnt ihr euch nicht vorstellen. Diese Woche wird eingehen in eine der härtesten meines Lebens, körperlich, ansonsten ist alles gut. Ich arbeite momentan im Garten- und Landschaftsbau und muss nach Feierabend noch meine Hausarbeit fertig machen, die ich Freitag abgeben muss. Körperliche Arbeit und danach Denken ist einfach etwas, was sich ausschließt, zumindest bis man die harte Maloche richtig gewohnt ist und den Scheiß einfach in den Knochen hat.

Garten- Landschaftsbau ist nicht schön Rosen schneiden und n bisschen Rasen mähen, ja das machen wir auch, aber das ist der kleinste Teil. Garten- Landschaftsbau heißt vor allem Steine schleppen, Beton schleppen, Erde schleppen und Schotter schleppen. Schüppen, tragen, rühren, alles Arbeit die in den Rücken und in die Arme geht. Und wie. Genau die Stellen wo ich mit Muskeln nicht so sehr gesegnet bin. Neun Stunden. Fünf Uhr aufstehen.

Aber wenn man Geld braucht, was soll man machen. Jana, wenn du das irgendwann lesen kannst, nimm es als Beweis für meine Liebe, den scheiß würde ich nicht machen, nur um mir nette Kleinigkeiten zu kaufen, die weder ich noch irgendwer braucht. Ich muss arbeiten, weil sie eben gerade keine Arbeit hat. Und glaubt mir, sie ist jeden scheiß Tag in dem Dreck wert!

Aber zurück zum Titel dieses Artikels. Ich habe einen heiden Respekt vor all den Bild-Lesern, die ihr Mettbrötchen um Punkt zwölf essen, für Intellektuelle oder wenigstens für Studierende wie mich immer nen blöden Spruch auf den Lippen haben, die sich halb tot lachen wenn der Herr Professor wieder mal mit der Schubkarre umkippt, weil er sie nicht hochbekommt und dir dennoch bei einschüppen helfen, immer noch Lachend. ich habe einen heiden Respekt vor all diesen Leuten, über die so gerne auf Studentenpartie gelästert wird. Ich weiß jetzt was die leisten, viele Kritikpunkte sind dennoch angebracht, doch dazu vielleicht in einem anderen Post, dessen Titel mir schon vorschwebt: “Kommunismus und Diktatur in einem: Das Leben auf der Baustelle”.

Wollte ich nur Mal loswerden und euch versprechen, ich stöhn nie wieder rum, wenn ich mal sieben Stunden Uni am Stück habe! Mir brennen meine Muskeln, meine Füße spüre ich nicht mehr, meine Hände sind rot wie Feuer und meine Knochen knarzen bei jeder Bewegung, da ist ne langweilige Vorlesung nicht gegen.

So diese Bauarbeiterromantik musste jetzt mal sein.

4 Kommentare
  • mona lisa (Webseite) am 14. March 2007 um 8:26 pm Uhr (#)

    Eine schöne Liebeserklärung !!!

  • jana (Webseite) am 14. March 2007 um 10:15 pm Uhr (#)

    Milacku, citim se nejbohatsi na svete. Ne kvuli penez, ktere vydelas, ale kvuli toho, ze mam tebe!!
    Miluji te!!!

  • .markus (Webseite) am 14. March 2007 um 11:59 pm Uhr (#)

    (Schön: Inhalt und Aussage :-) )

  • Anonymous am 16. March 2007 um 1:08 am Uhr (#)

    Hallo,

    harte Arbeit ist nicht immer rein körperlich gesegnet, sondern entbehrt sich auch durchaus im Denken und im folgenden Handeln. Dies kann mindestens genauso anstrengend sein, wie Säcke schleppen und Löcher graben. Lass dich davon nicht entmutigen, deinen Weg zu gehen

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