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von Raphael Raue
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Lehrer gehen mit dem Wort Kritikfähigkeit manchmal recht leichtsinnig um

Dieser Beitrag wurde am 13.02.2007 veröffentlicht und schon 8 Mal kommentiert.

Ich habe beim Stöbern im Internet etwas gefunden, was mich leicht irritiert hat. Ein Lehrer hat einen Blog und schreibt dort über Geschehnisse seines Berufes und allerlei Internetkram, wie die meisten Blogger. Nichts Ungewöhnliches. Doch irgendetwas ist bei Lehrern einfach anders. Mag an der schlechten Erfahrung liegen, die wir alle mehr oder minder mit ihnen gemacht haben. Muss aber auch nicht.

Das Wort “Kritik” ist ein ganz wichtiges für viele Lehrer, die ich kenne, alle halten sich für kritikfähig, nicht alle sind es, um es mal gelinde auszudrücken.

Auf dem Blog habe ich Folgendes gefunden:

“Täte mir übrigens gut, so ein Auffrischungsskurs, und manchen Kollegen bestimmt auch. In einer simulierten Referendariatssituation wäre es vielleicht leichter, Kritik anzunehmen – im Moment schaut man sich den Unterricht gegenseitig kaum an und gibt und erhält keinerlei Rückmeldung.” [hier]

Etwas weiter hinten im Archiv bin ich allerdings auf einen Artikel gestoßen, der ein so ganz anderes Bild liefert.

Zu dem Artikel “Entschuldigung” wird in den Kommentaren eine kritische Frage gestellt. Aber anstatt sich der Frage auch zu stellen und Kritikfähigkeit zu zeigen, fällt die Antwort, naja anders aus.

Die Frage wird natürlich nicht beantwortet, sondern vielmehr das Sozialverhalten der Fragenden in Frage gestellt. Ihr wird also eine Kopfnote gegeben.

Genau das meine ich.

Lieber Herr Lehrer aus dem Lehrerzimmer, bitte nicht persönlich nehmen, es soll nicht verletzen, lachen Sie doch mit und nehmen Sie sich der Kritik an. Wenn Sie das hier überhaupt lesen, ich musste es schreiben, denn diese Kluft zwischen Kritikfähigkeit propagieren und sich Kritik auch zu stellen, ist mir bei zu vielen Lehrern aufgefallen.

Auch bitte ich, alle hier mitlesenden Lehrer nicht gleich in Rudelsolidarität zu verfallen, denn, nein, ich habe nicht alle Lehrer gemeint, vielleicht nicht mal meinen Fast-Namensvetter.

Ach ja, um wenigstens dem ersten Kommentar den Wind aus den Segeln zu nehmen: nein, ich denke nicht, ich sei perfekt, unfehlbar, ähm was kommt da sonst noch so?

8 Kommentare
  • urbandesire (Webseite) am 14. February 2007 um 1:08 pm Uhr (#)

    Egal wie ich es drehe oder wende, ich verstehe weder den Eintrag beim "Herrn Rauh" inklusive der angeschlossenen Diskussion, noch diesen Beitrag hier. Vielleicht kann man das ja nochmal aufgreifen und etwas detaillierter darlegen.

    In ehrenvoller Verwirrung.

    urbandesire.

  • soeren onez (Webseite) am 14. February 2007 um 1:51 pm Uhr (#)

    Die Diskussion dort verstehe ich auch nicht, deshlab habe ich ja diesen Post gemacht. ich habe einfahc nicht verstanden, warum auf eine recht einfache, wenn auch ein wenig kritische Frage, so reagiert wird.
    Ich bin da über die Seite von mona lisa drübergestollpert, die ja im lehrerzimmer die anstößige Frage gestellt hat.

    Hast du denn auch beide Artikel gelesen im Lehrererzimmer? Der zweite, also Entschuldigung ist der komische.

  • markus (Webseite) am 14. February 2007 um 3:09 pm Uhr (#)

    Buuuh, ich dacht schon ich wäre der Einzige der den Blogeintrag nicht verstehen würde. Aber dem ist nicht so. Bei solchen Lehreren kann es nur aufwärts gehen, ich meine Pisa-Studie und so…
    ;-)

  • soeren onez (Webseite) am 14. February 2007 um 3:15 pm Uhr (#)

    Was jetzt, wie jetzt? Verstehst du meinen Eintrag nicht oder weißt du auch nicht was blank und Höflichkeit miteinander zu tun haben?

  • urbandesire (Webseite) am 14. February 2007 um 6:20 pm Uhr (#)

    Keine Lösung ist wie immer auch eine Lösung. ;-)

  • Herr Rau (Webseite) am 14. February 2007 um 6:20 pm Uhr (#)

    Vielleicht war ich wirklich zu harsch. Aber wenn jemand nicht weiß, was "Ausfragen" ist, dann hat der Mensch entweder gar keine Ahnung von Schule, jedenfalls Gymnasium in Bayern – und dann sollte man höflicher formulieren – oder er will provozieren. Ich bin von letzterem ausgegangen, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass jemand nicht weiß, was Ausfragen ist.
    Euch ist aber auch nicht entgangen, dass für die Schülerin und mich das ganze überhaupt kein Problem war und <em>da</em> die Kommunikation voll geklappt hat? In der Schule muss ich brav und geduldig auf Fragen jeglicher Art antworten, eventuell auch pampige. Aber privat will mich doch hoffentlich keiner zum Gutmenschentum verpflichten?

  • soeren onez (Webseite) am 14. February 2007 um 6:51 pm Uhr (#)

    Sicherlich nicht, ich will ja auch zu Hause mal Arsch sein dürfen und meinen Blog sehe ich als mein Wohnzimmer an. Jedoch kann ich mich für Mona Lisa verbürgen, dass sie sicher nicht die Art Person ist, die provoziert. Kommentare geben aber immer nur ein gewisses Bild wieder, deshalb können Mißverständnisse passieren. Halb so wild, allerdings fand ich es dann doch komisch, dass die Auflösung nie gekommen ist, deshalb der Artikel.

    Über das bayrische Schulsystem kann ich mich immer weiter nur wundern. Wäre aber eine zu große Diskussion, zumal ich mich da erstmal einlesen müsste um nicht nur Vorurteile duch subjektive Berichterstattung von Freunden runterzubeten.

  • Jason (Webseite) am 16. February 2007 um 1:05 am Uhr (#)

    Als Außenseiter – bin ja nur „Dozent“ und kein Lehrer:

    Ohne dass ich wirklich behaupten kann dass ich diesen Beitrag ohne Einschränkung verstanden habe, ist es doch so, dass Kritik der! Nährboden für unseren Unterricht sein sollte.

    Nicht dass ich dieses immer umsetzen kann – aber Sinn macht es immer.

    Auch wenn das Thema – fast immer – das Gleiche ist so sind doch die Schüler es, die sich fast schneller ändern als der Lehrstoff!
    Wir sind es die sich anpassen müssen. An andere soziale Umgebungen und auch andere Interessen.

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