Geld verdienen mit Blogs…

7. März 2010 Internet Ein Kommentar

i-snor
Es geht Mal wieder die alte Diskussion um die Kommerzialisierung von Blogs um in der Netzwelt. Angestoßen durch die Ankündigung des Basic Thinking Blogs, dass in Zukunft der RSS-Feed nur noch gekürzt ausgegeben wird, ist mal wieder eine Diskussion um Kuschelromantik und Big Business in der Blogosphäre entstanden. Die Diskussionen sind nicht neu. Weder die um den RSS-Feed, noch die um das Geldverdienen mit Blogs. Die Diskussion ist ungemein vielschichtig, da mit den verschiedensten Erwartungen argumentiert wird. Es wird mir wohl auch nicht gelingen jede Perspektive in diesem Beitrag zu würdigen, aber dafür sind dann ja die Kommentare da.

Zunächst einmal die wichtigsten Beiträge, sodass klar ist, worauf ich mich beziehe. Angestoßen wurde die Diskussion durch den Beitrag Basic Thinking: Warum der RSS-Feed gekürzt wurde. Dort sind dann auch die Kommentare interessant, in denen sich hunderte Leser beschweren, dass der RSS-Feed gekürzt wird. YuccaTreePost wundert sich daraufhin nicht mehr, warum vielen bloggern der Spaß an der Sache vergeht. Felix Schwenzel versucht in seinem Artikel RSS die Perspektive umzudrehen und den Leser zu verstehen und zudem versucht der Werbeblogger zu zeigen, warum der gekürzte Feed nichts bringen wird. Heute Morgen beschwert sich Andre Vatter von Basic Thinking über seine Leser: Danke für das ‘Arschloch’, lieber Leser!

Und jetzt setze ich ein. Zunächst noch mit Erklärungen. Ich lese basic Thinking gerne. Habe es gerne getan, als Robert dort noch gebloggt hat und lese auch bei dem neuen Team um Andre gerne mit. Ich bin einer der eher stillen Leser, Kommentiere selten, aber doch immer, wenn ich etwas zum Thema beizutragen habe. Ich lese Basic Thinking wie übrigens alle Blogs, die mich interessieren, über den RSS-Feed. Lediglich zum kommentieren gehe ich auf die Blogs aus meinem Feedreader. Gäbe es diese wunderbare Erfindung nicht, würde ich aus den ca. 200 Blogs, die ich regelmäßig lese wohl 20 auswählen müssen, denn sonst wäre das alles zu aufwendig und mein tag sähe zwar anders aus, aber nicht bedeutend schlechter oder bedeutend besser.

Und hier ist deshalb mein erster Punkt. Ich kann nahezu jeden Beitrag in der Diskussion verstehen. Nicht verstehen kann ich, warum man nach hundert Kommentaren auch noch irgendwo hinschreiben muss, dass man jetzt auch nicht mehr mitliest und dann sogar noch beleidigend ist. Ich kann überhaupt nicht verstehen, warum man hier beleidigt sein soll. Ich weiß auch nicht ganz, warum Felix von Dankbarkeit spricht, auch wnen ich hier ebenso wie er mit meinen leser verfahre. Aber Basic Thinking ist kein Blog von einem Privatblogger und will auch gar nicht so rüberkommen. Sie wollen und müssen damit Geld verdienen. Sie bieten Inhalte an und wenn damit Geld zu verdienen ist, dann gut, wenn nicht, dann werden die Redakteure wohl was anderes machen müssen. Warum muss es immer so Kuschelig in Bloghausen sein? Man muss sich nun wirklich nicht als Arschlöcher titulieren, aber muss es immer menschlich im Sinne von Danke für Alles sein? Dankt ihr jedes Mal eurer Fleischfachverkäuferin im Supermarkt, dass sie die Schnitzel für euch paniert hat? Natürlich sagt man Danke, aber als Floskel, im Sinne eines höflichen Umgangs, nicht mehr und nicht weniger. Wenn das Schnitzel woanders besser oder billiger ist, geht man dahin, ohne nochmal in den Laden zu rennen und zu brüllen, dass man jetzt nicht mehr hierhin kommt. Man kommt nicht mehr und der Supermarkt muss schauen, ob er das Schnitzel besser oder wieder billiger macht. Sein Problem, kümmert keine Sau.

Warum sollte das bei Basic Thinking anders sein? Die wollen das ausprobieren und werden anhand der Einnahmen und Zahlen sehen, ob es sinnvoll war oder nicht. Ich würde es nicht tun, aber ich habe Basic Thinking auch nicht gekauft. Die Verantwortung trägt Andre und der wird das nicht aus Unmenschlichkeit oder weil er ein Arsch ist getan haben, sondern weil Basic Thinking mal Geld verdienen muss. Ich denke zwar nicht, dass dies der richtige Weg ist, aber das ist egal.

Ich werde schauen, ob Basic Thinking in meinen Arbeitsablauf noch reinpasst. Ich werde sehen, ob mich die Teaser und Überschriften auf die Seite ziehen werden und ich bin gespannt, ob man mit dieser Maßnahme mehr Geld verdient. Ich bin gespannt auf die Zahlen und werde dann nicht in die Kommentare schreiben, dass ich es ja schon immer gewusst habe, sondern dass es viele Wege gibt im netz Geld zu verdienen, dass man TKP-Werbung auch in Feeds ausliefern lassen kann, dass man gar nicht so kreativ sein muss, um mit Webseiten Geld zu verdienen, dass man vielleicht mal bei einem der so verhassten SEOs über die Schulter schauen sollte, weil es langsam doch auch Mal Zeit wird, den alten Mythos von SEO=Spam zu überdenken und bei den Menschen sich inspirieren zu lassen, die wirklich im Internet mit Lesern und Besuchern Geld verdienen und nicht immer zu denen zu schielen, die nur davon reden , dass man bestimmt irgendwann vielleicht mit dem Internet Geld verdienen wird können. Denn die in einigen der oben verlinkten Artikeln werden die beraterverträge angesprochen. Das ist mit dem Internet Geld verdienen, aber es gibt genug Leute, die im Internet Geld verdienen.

Spaßige Gruppen im StudiVZ (5)

18. Februar 2010 Internet 4 Kommentare

Da die Serie mit den witzigsten Gruppennamen im StudiVZ hier immer noch die meistgelesensten Artikel ausmacht und man ja hin wieder eh durchs StudiVZ stalkt, habe ich Mal wieder eine neue Liste erstellt, auch wenn es schwieriger wird, neue Gruppen zu finden, sind auch diesmal hoffentlich wieder ein paar Schmunzler dabei. Viel Spaß.

  • Mit deine Fremdwörter kannste misch gar nisch impregnieren!
  • Die, die nur auf perverse Sex Themen bei Domian warten
  • Ich hasse den Dalai Lama dafür, dass er mit Roland Koch rumhängt
  • Ich kann 3-stimmig singen: falsch, laut und mit Begeisterung
  • Ich kam, er sah, er wollte, und ich dachte: nä
  • Ist Satin der schwule Bruder von Satan?
  • Jungs werden nicht erwachsen - nur das Spielzeug wird teurer
  • Keine Angst das sind Nihilisten die glauben an nichts
  • Klug wars nicht… Aber GEIL
  • Mehr Spaß am Leben durch infantiles Verhalten
  • Ich wollte mich geistig duellieren, aber Du warst unbewaffnet!
  • Sie müssen lauter reden, ich habe nur ein Handtuch um…!!
  • Kann ich mal mein Leben kurz speichern und was ausprobieren?
  • Deine Mama hätte dich lieber schlucken sollen…
  • “Nein, Schatz, Du bist nicht dumm. Du bist sogar sehr hübsch!”
  • Es sind die kleinen Dinge im Leben, die nicht sehr groß sind
  • Ich brauch ne neue Wohnung, in der alten ist ne Spinne!
  • Pinguine sind Vögel, die nur fliegen, wenn man sie schmeißt…
  • Warum fährt das erste Auto im Stau nicht einfach weiter?
  • Der Tag ist 24 Stunden lang, aber unterschiedlich breit!
  • Liebe ist… mir zu philosophisch. Ich bleib beim Bier.
  • Lieber einen Feind mehr als eine gute Pointe verpassen
  • Rüttel mal am Käfig, der Affe soll was machen!
  • Ich kann nicht lernen-ich muss ständig auf meine Möpse starren
  • Morgens klumpt mein Karma
  • Stachelbeeren rasieren und als Weintrauben verkaufen…
  • Ich geh mich umbringen. Soll ich jemandem was mitbringen?
  • Ich will keine Sommerzeit, die Nazis hatten die auch.
  • Lieber saufender Philosoph als philosophierender Säufer!
  • Ich glaub mein Mitbewohner ist ein Stasispitzel!
  • Nett? Nett ist auch der Bekloppte mit der Flöte vorm Kaufhof…
  • 3m Luftlinie sind kein Grund auf ICQ zu verzichten
  • Ich sitze am Wochenende oft alleine zuhause und zähle meine Arme
  • Ich spiele Killerspiele, bin aber zu faul zum Amoklaufen!
  • Mir ist fad, ich brauche einen Hofnarr!
  • Ne, hab kein Handy… ich zieh eh um…kein Plan wohin…Ciao
  • Arbeite an deiner unqualifizierten lingualen Expression, Alter..
  • Eigentlich wollte ich die Welt erobern, aber es regnet!!
  • Wer bei Mario Barth lacht, klaut auch bei KIK.
  • “Na, war wieder Schminke in der Wendy?”
  • “Wenn kleine Affen Äffchen heißen, wie heißen dann kleine Maden?
  • Nur bunte Knete und Murmeln im Kopf
  • wieso kann man eigentlich nur gruscheln? ich würd gern ma jemanden anspucken
  • Scheiße, macht Dein Charakter Dich hässlich!
  • Vögeln, die auf mein Auto kacken, gehört der Arsch zugenäht!

Die Philosophie ist zynisch

9. Februar 2010 Philosophie Diskutiere diesen Artikel!

nietzsche
Philosophen sind das zynische Gewissen jeder Gesellschaft. Das ist nicht ihr Selbstverständnis, sondern wird ihnen angetragen. Dass diese Festschreibung aber nicht ganz fern liegt, liegt am Selbstverständnis der Philosophie, die sich selbst immer als kritische Wissenschaft versteht. Es ist viel unternommen worden, um diese Selbsteinschätzung argumentativ einzuholen. Mehr oder weniger erfolgreich. Meiner Meinung nach ist dieses Selbstverständnis aber das Resultat des notwendig zynischen Umgangs eines Philosophen mit der Philosophie. Dieser notwendig zynische Umgang kann eventuell wieder der Philosophie bzw. ihrem Forschungsbereich innegelegt werden. Aber um diesen Schritt will ich mich hier nicht kümmern.

Philosoph zu sein ist eine komische Angelegenheit, die mit nichts anderem vergleichbar ist, das ich in meinem noch recht jungem Leben kennengelernt habe. Die Zuschreibung “Ich bin ein Philosoph” ist nie alleine zu machen. Immer muss man dieser Beschreibung einen kritischen Zusatz mit beigeben, ansonsten wird es nicht akzeptiert. Weder durch andere “Philosophen” noch von sich selbst. “Ich bin Philosoph” ist ein Paradox, auf das Heidegger bspw. reagiert hat, indem er sich in späteren Jahren nur noch ablehnend dazu verhalten hat und sich “Denker” genannt hat. Man kann jetzt in seinem Werk Gründe dafür suchen, denn diese sind sicher zahlreich vorhanden, aber ich möchte gerne einen persönlicheren Weg gehen.

Nur Philosophie zu betreiben ist nach einigen kritischen Wenden des 20. Jahrhunderts eigentlich nicht mehr möglich. Man müsste sich als Handwerker der Philosophie verstehen, würde sich immer selbst mit dem Vorwurf der Tautologie konfrontiert sehen. Philosoph zu sein ist ein gewisser methodischer Zugang, über die Philosophie selbst aber kann man damit dennoch kaum etwas aussagen. Ich betreibe Philosophie bedeutet, dass man sich philosophisch mit etwas anderem beschäftigt. Damit meine ich nicht die willkürlich gewachsene Einteilung in verschiedene Wissenschaften, sondern dem Wegfall der Beschäftigung mit klar umrissenen Entitäten, wie es vielleicht bisKant noch üblich war. Da will ich mich geschichtlich nicht unbedingt festlegen. Aber heutePhilosophie zu betreiben heißt vor allem auf Fragen des Lebens zu antworten. Das mag in der anglo-amerikanischen Welt noch anders aussehen, aber dass würde ich hier gerne ausblenden. Die Frage des Sinns des Lebens wird von mir übrigens nicht darunter gezählt. Das ist keine Frage, der man sich meiner Meinung nach noch philosophisch nähern kann. Wer Sinn sucht, wird in der Philosophie scheitern, da Sinn immer Entscheidung und nicht Unterscheidung bedeutet. Will ich Sinn muss ich mich irgendwann entscheiden, worin dieser liegen soll. Unterscheidungen werden mit längerer Untersuchung immer komplexer und somit eher sinnlos in Bezug auf einen persönlichen Sinn. Sie zeigen, dass jede Erkenntnis eher von mir persönlich wegführt, als dort hinführt, so der Erkenntnisstrang nicht abgewürgt wird: die Entscheidung.

Wenn ich sage, dass die Philosophie sich nur sinnvoll selbst auf sich selbst beziehen kann, wenn sie die Fragen des Lebens ins Blickfeld nimmt, dann meine ich, dass Fragen der Antropologie, Fragen der Ethik, Fragen der Kultur und Gesellschaft fragen nach Entitäten abgelöst haben. Eine Philosophie ohne einen Begriff von und Bezug auf Lebenswelt ist spätestens seit dem späten Wittgenstein, ich meine schon seit Hegel, nicht nur sinnlos und leer, sondern vor allem nicht mehr ihrem Selbstverständnis entsprechend; eben nicht mehr kritisch. Hier beißt sich die Katze in den Schwanz. Das Paradigma des kritischen ist der Philosophie so innewohnend, dass Philosophie studieren immer auch bedeutet einen gewissen Zynismus zu lernen.

Alles ist Quatsch, überall lauern Kategorienfehler und Verkürzungen von Komplexität. Jedes Sprachspiel enthält Fehler und kaum einem Diskurs wird Rechnung getragen. Kurz, man wird als ernster Philosoph von genau dem Bereich, der zur Untersuchung festgeschrieben ist, weggetrieben. Zynismus ist die Unfähigkeit sich positiv auf das was ist zu beziehen. Und genau hier setzt das philosophische Denken ein und weist dem Satz jede Menge Fehler nach. Philosoph zu sein ist im Grunde die Unfähigkeit sich entscheiden zu können, denn gute gründe erfordern Urteilskraft und diese ist in ihrem kreativen Moment unendlich.

Als Student der Philosophie ist man also irgendwann vor die Aufgabe der einzigen Entscheidung gestellt, die die Philosophie bereitzuhalten scheint: Analytiker und somit Handwerker der Philosophie oder Hermeneutik und somit einerseits Kreativer und andererseits Quatschkopf.

Die Verbindung dieser beiden Positionen ist zwar immer schon Habitus deutscher Philosop0hie gewesen, aber dazu wird nicht angeleitet. Es scheint doch immer so zu sein, als gebe es nr eine der beiden Argumentationsklassen und ein Übertrag wird immer angekreidet. Das Witzige daran ist, dass dies nahezu jeden Studenten ungemein auf die Nüsse geht, aber sobald der Student dann in Promotion oder Mitarbeiterstatus gehoben ist, scheint die Abkehr auf mysteriöse Art und Weise vollzogen zu sein. Damit soll nicht plump ausgedrückt zu sein, dass Mitarbeiter ihre Wurzeln vergessen. Es soll noch nicht einmal eine Kritik daran formuliert werden, sondern mich würde schlicht interessieren, warum das so ist.

Wenn ich mir vorstelle, diese Entscheidung treffen zu müssen, dann mache ich doch lieber etwas anderes. Denn wenn schon Begrenzung um des Zieles willen, dann doch bitte funktional konsequent und mit richtigem Gehalt. Denn wenn der Professorenstatus nicht erreicht wird, war die Entscheidung so schade wie verheerend.

Zu leben ist immer eine Einschränkung von Möglichkeiten, aber der Preis sollte einem Bewusst sein. Leider ist dieses Bewusstsein das eines Zynikers.

Spaß im Schnee

29. Januar 2010 Leben Ein Kommentar

Den erneuten massiven Wintereinbruch musste man einfach nutzen. Mit vorgestellt tellergroßen Schneeflocken, die so wunderbar pappig waren, dass der Schneepimmel innerhalb von einer viertel Stunde fertig war, war der Abend gerettet. Der mit großartigste Schnee, den ich bisher erleben durfte. Ein Heidenspaß. Ich habe fotografiert. Neunzig Prozent der Fotos sind nicht mit den Lichtverhältnissen klar gekommen. Den Rest, seht ihr unten.

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Was habt ihr denn mit diesem wunderbaren Schnee gemacht gestern und heute? Unseren Schneepimmel hat übrigens die gesamte Nachbarschaft bewundert und pilgerte zu diesem Phallus, um sich mit ihm zu fotografieren, genau wie am Eiffelturm. Irgendjemand hatte heute Morgen dann aber doch etwas gegen dieses Kunstwerk und zerstörte die prächtige Eichel. Nur noch die Eier erinnern an seinen Stolz.

Weiter, schneller, besser… größer?

27. Januar 2010 Leben 3 Kommentare

ipod
Ich habe gestern mit meiner Freundin zusammen darüber nachgedacht, ob es eigentlich irgendwelche Gebrauchsgegenstände gibt, die in ihrer Tendenz größer oder schwerer werden. Wir haben darüber geredet, was den Charme des MacBook Air ausmacht und dabei ist ihr aufgefallen, dass eigentlich alles die Tendenz hat kleiner und leichter zu werden. Deshalb die Frage an meine Leser. Fällt euch irgendetwas ein, dessen Funktion es nicht ist, schwer zu sein, was sich diesem Trend zu entziehen weiß?

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